
Eine 32-Track-Compilation soll nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien humanitäre Hilfe unterstützen. Unter dem Titel „United For Colombia“ hat Mammboh Rhythms Records mehr als 30 Künstler für das Projekt zusammengebracht.
Das Erdbeben der Stärke 7,4 erschütterte am Montag, dem 10. August, Teile Westkolumbiens. Laut Medienberichten kamen mindestens 281 Menschen ums Leben, 379 weitere wurden vermisst und mehr als 3.900 verletzt.
Nach Angaben der Regierung wurden zudem mehr als 10.500 Häuser zerstört. Für den vollständigen Wiederaufbau des Landes werden Schätzungen zufolge rund 6,35 Milliarden US-Dollar benötigt. Die Compilation soll einen Teil der dringend benötigten Hilfe ermöglichen.
Die Labelchefs Sons of Hidden und Serge André stellten das Projekt innerhalb von nur 24 Stunden auf die Beine. Beteiligt sind unter anderem Obscure Shape, Brennen Grey, Lars Huismann, Fresko, Isaiah, Janein und Advanced Transistor.
Auch Maōh, Red Noise, Ricardo Garduno und Frazi.er gehören zum Künstleraufgebot. Insgesamt kamen damit innerhalb eines Tages mehr als 30 Musiker für „United For Colombia“ zusammen. „Kolumbien durchlebt einen der schwierigsten Momente seiner jüngeren Geschichte“, heißt es im Statement zum Projekt.
Nach dem verheerenden Erdbeben seien zahlreiche Gemeinden schwer betroffen, während Tausende Menschen mit Verlust, Unsicherheit und äußerst schwierigen Lebensumständen konfrontiert seien.
Die beteiligten Künstler stellen ihre Musik für die Compilation zur Verfügung. Sämtliche Einnahmen sollen an geprüfte Stiftungen und Organisationen fließen, die betroffene Gemeinden direkt humanitär unterstützen.
„In Zeiten wie diesen glauben wir, dass Musik zu einer Brücke zwischen Menschen werden kann“, erklären die Initiatoren. Es gehe dabei nicht darum, woher die Beteiligten kommen, welche Musik sie spielen oder welcher Szene sie angehören, sondern darum, zusammenzustehen, wenn es darauf ankommt.
Sons of Hidden bezeichnet die Aktion als Ausdruck der Werte, auf denen die eigene Bewegung beruhe. „Es ist an der Zeit, für diejenigen zusammenzustehen, die es heute am dringendsten brauchen. Die Musik darf niemals verstummen, denn sie stand nicht immer nur für Feierlichkeiten, sondern auch für Widerstand.“
Auch Serge André sieht Künstler in einer sozialen Verantwortung. Menschen in ihrem Umfeld hätten maßgeblich dazu beigetragen, wer Künstler seien und wo sie heute stünden. Deshalb müsse man gerade in einer solchen Situation die eigene Reichweite nutzen, um andere zu unterstützen.
„Kunst war schon immer eine Kraft des Wandels, eine Form des Widerstands und eine revolutionäre Bewegung“, erklärt André. „Jetzt ist es an der Zeit, diese Kraft für etwas Größeres als uns selbst einzusetzen.“
HIER könnt ihr sehen, wo ihr überall spenden könnt. Die volle Tracklist der Compilation gibt es hier:
Quelle: DJ Mag
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