35 Tonnen Haschisch auf Gran Canaria beschlagnahmt – Bild von Borja Suarez / Reuters


In den vergangenen Tagen wurden vier Segelboote rund um die Kanarischen Inseln gestoppt. Insgesamt transportierten die Boote rund 35 Tonnen Haschisch. Das ist laut Angaben des Innenministeriums von Spanien der größte Schlag in der spanischen Geschichte gegen den Drogenhandel.

Die Drogen wurden entladen und sollen vernichtet werden, nachdem die Boote in den Hafen von Las Palmas gebracht wurden. Schon im Oktober vergangenen Jahres begann die Operation mit dem Namen „GoletaGratil“. Damals wurde ein Drogenschiff vor der Küste Andalusiens beschlagnahmt. Man entschied sich nun für den Zugriff, nachdem man monatelang überwacht und ermittelt hatte.

Insgesamt wurden neun Personen festgenommen, die entweder aus Russland oder Bulgarien stammen. Um den klassischen Kontrollen zu entgehen, agierte die Organisation von den Balearen aus. Da die Täter regelmäßig die Flaggen ihrer Schiffe änderte, musste eine internationale Kooperation eingerichtet werden. Die spanischen Beamten arbeiteten in Zuge dessen mit den niederländischen, bulgarischen, griechischen und italienischen Behörden zusammen, um weiterhin zu überwachen und die Organisation schließlich dingfest zu machen.

Auf den beschlagnahmten Haschisch-Paketen waren arabische Schriftzeichen aufgedruckt. Da das meiste Haschisch für den europäischen Markt aus Marokko stammt, wird davon ausgegangen, dass die Ware auch in dem nordafrikanischen Land angebaut wurde.

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