38 Verletzte nach Pfefferspray-Attacke in norddeutschem Club

38 Verletzte nach Pfefferspray-Attacke in norddeutschem Club

In der Nacht auf Sonntag kam es in der Diskothek Haase in Bremervörde zu einem schweren Zwischenfall.

Während einer Veranstaltung setzte ein bislang unbekannter Mann gegen 1:14 Uhr Reizgas auf der Tanzfläche ein. Der Club in der Wesermünder Straße wurde daraufhin evakuiert, zahlreiche Gäste hielten sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits im Freien auf.

Laut Polizei wurden insgesamt 38 Personen verletzt. Acht Gäste mussten laut Medienberichten mit Krankenwagen in umliegende Krankenhäuser gebracht werden, mehr als zehn Rettungswagen waren im Einsatz.

Viele Betroffene klagten über Atembeschwerden sowie Reizungen der Augen und Atemwege. Die meisten Verletzungen gelten nach Angaben der Polizei als eher leicht.
Polizeisprecher Marvin Teschke erklärte, bei Eintreffen der Beamten hätten sich „zahlreiche Personen im Freien aufgehalten“, die über „Atembeschwerden sowie Reizungen der Augen und der Atemwege“ berichteten.

Der Club mit einer Kapazität von rund 500 Personen verfügt über Tanzflächen im Innen- und Außenbereich. Nach dem Lüften der Räume versuchte der Club kurzzeitig, die Veranstaltung fortzusetzen.

Da das Reizgas weiterhin Beschwerden verursachte, wurde die Party auf Anraten der Rettungsdienste endgültig abgebrochen. Die Polizei spricht von Reizgas und lässt offen, ob es sich um handelsübliches Pfefferspray handelte.

Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern an. Das Motiv des mutmaßlich männlichen Täters ist unklar, ebenso die Herkunft des Reizstoffs. Die Polizei weist darauf hin, dass solche Substanzen in geschlossenen Räumen bereits in kleinen Dosen besonders gefährlich sind, und bittet Zeugen um Hinweise.

Quelle: Mixmag

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