
Mitten in Spanien läuft in der Nähe des Flughafens Ciudad Real seit Silvester ein illegaler Makro-Rave mit Ausmaßen eines Teknivals. Laut örtlichen Behörden wäre es zu gefährlich, das Gelände zu räumen, weswegen der Rave mit mehreren Tausend Teilnehmern seit Tagen weiterläuft.
Unter dem Namen „Big Fucking Party 2025“ riefen die Veranstalter schon vorher zum großen Rave ins neue Jahr hinein auf. Die Location wurde erst kurz vorher genau bekannt gegeben, um Leaks vorzubeugen. Dem Aufruf folgten etwa 5000 Raver, wie die Polizei schätzt. Bestimmte Medien gehen davon aus, dass die Zahl der Teilnehmer wesentlich höher ausfällt. Unter den Ravern befinden sich auch viele Besucher aus dem Ausland, etwa aus Deutschland, England, der Schweiz, Frankreich oder auch dem benachbarten Portugal.
Eine Raverin wurde von El Mundo zitiert: „„Wenn wir viele sind und zusammenhalten, können sie uns nicht stoppen“. Tatsächlich haben die örtlichen Behörden das momentan auch nicht vorgesehen. Eine Räumung des Geländes sei zu gefährlich. Stattdessen befinden sich 170 Ordnungskräfte rund um das Gelände im Dienst, um die Party zu überwachen. Innerhalb der Location florierten Drogenhandel- und -Konsum. Ein Dealer wurde etwa nach dem vierten Tag festgenommen.
Innerhalb der Location wurde anscheinend eine umfangreiche Infrastruktur errichtet, die stark nach einem Teknival oder Festival klingt – sieben Stages, Seilakrobatik, Essensstände und Hüpfburg inklusive.
Der Betreiber des nahegelegenen Flughafens erstattete unterdessen Anzeige. Brisant: in der Nähe des Geländes befindet sich ein Vogelschutzgebiet. Fragt sich nur, was den Vögeln mehr schadet, Fluglärm oder Techno-Musik.
Der Rave, der bei Temperaturen um etwa null Grad stattfindet, ist noch bis zum 6. Januar angesetzt.
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