Grafik: Bringmann & Kopetzki


Du bist mal wieder allein auf dem Heimweg da du mal wieder zu betrunken warst um in den Club zu kommen oder an deinen Adidas gescheitert bist? Du hast schon immer zu denen aufgeblickt, die sich Ihren Dauerplatz auf der Gästeliste erarbeitet oder erschlafen haben? Hier haben wir ein ganzes Reparateure an Lösungen für Dich, bei denen du weder an deinem schlechten Geschmack für Schuhe arbeiten musst, noch ein Haufen Geld für Getränke los wirst.

Du wirst selber DJ:

Den neuen Remix von Reinier Zonneveld hast du bisher ohne Unterbrechung bei Youtube an die neue 12er von Mall Grab angehangen? Deine Freunde fragen dich regelmäßig wie das Lied heißt was gerade zum Leidwesen der Nachbarn unter dir, durch deine Lautsprecher dröhnt? Du solltest darüber nachdenken deinen Platz vom Aux-Kabel in die Booth zu verlegen und selbst anfangen aufzulegen. Zwar wirst du damit wahrscheinlich erstmal auf Geburtstagen und Partys von Bekannten landen und eher die Musikwünsche des angetrunkenen Publikums verneinen dürfen, aber je nach Begabung kann auch bald der erste Gig im stadtbekannten Technoclub winken. Vorteil sind natürlich das Image und die Freigetränke. Nachteil in den meisten Fällen deine Arbeitszeit. Stehen all deine Freunde auf der Tanzfläche, arbeitest du daran sie zu beschallen.

Du hast keine Skrupel, dein Abendessen bei Instagram zu posten:

Super! Dein Talent, lieblos angerichtete Sake Makis beim Inder mit einem Filter zu garnieren solltest du schleunigst dafür verwenden, die Gesichter des illustren Partyvolkes deiner Großstadt, oder die es gerne wäre, für immer festzuhalten. Zwar eignet sich nicht jeder Club aufgrund des Fotoverbots dafür, aber Anlaufstellen wird es mehr als genug geben. Vorteil, du wirst schnell in Kontakt, mit aufwändig aufgestylten, hysterisch kreischenden Mädchen kommen. Natürlich sind aber auch die Parfüm getränkten, lokalen Kraftprotze zum greifen Nahe. Nachteil könnte sein, dass deine Spiegelreflex samt Objektiv, im Preisbereich eines Kleinwagen, einem eben dieser Kraftprotze im Rausch zum Opfer fällt, weil er nach einer der hysterischen Damen greift oder dir dein Gesicht nicht passt.

Du bist dieser besagte Kraftprotz:

Endlich zahlt sich das jahrelange Training und die überteuerte Mitgliedschaft aus. Sowohl die Adidas als auch das Hautenge Trainings-Longsleeve darfst du anbehalten. Zudem wirst du mit der Entscheidungsgewalt gekrönt, wem an diesem Abend der Eintritt gewährt wird oder sich in selbiger, bedauernswerter Situation wie du in diesem Moment, vorfinden muss. Dabei solltest du damit zurecht kommen, im Ernstfall die Rolle des Rausschmeißers zu spielen und dein Gesicht für die arroganten Sprüche des Clubbesitzers hinhalten zu dürfen. Vorteil, an all denjenigen die du eh nie leiden konntest, kannst du dich nun lauwarm revanchieren oder dir ein wenig dazuverdienen, ohne dass es jemand merkt. Nachteil, du nimmst nicht an der Party teil, sondern stehst draußen in der Kälte.

Apropos Clubbesitzer, auch deine drei Semester VWL finden Verwendung:

Den verwelkten Traum der Selbstständigkeit in der Startupszene kannst du nun in Form eines eigenen Clubs ausleben. Dafür brauchst du vor allem eins, gute Kontakte. Und Kohle natürlich, wobei ersteres bei zweitem sehr behilflich sein kann. Organisatorisches Talent, Verantwortungsbewusstsein und den Durchblick solltest du dabei besitzen. Zumindest solltest du von nun an keine Probleme mehr beim Einlass, in sämtliche Clubs der Stadt bekommen. Auch musst du im Stande sein, ein Gespür dafür zu haben an welcher Stelle sich welches Konzept lohnt, das Risiko trägst am Ende du. Eine hartgesottene Leber solltest du selbstverständlich mitbringen, da machen wir uns aufgrund deiner Studienvergangenheit aber eh keine Sorgen.
Vorteile sind hierbei dein Ansehen in der Stadt, den Kontakt zu sämtlichen Künstlern und die Aussicht auf gutes Einkommen. Nachteil, höchstwahrscheinlich wird deine Karriere an dem Tresen Enden, den du selbst mitfinanziert hast.

Du kombinierst gerne Muttis Edelwhiskey mit Boris Brejcha:

Hiermit kommen wir zum wahrscheinlich begehrtesten Job im Club, der Schicht am Tresen.
Neben Dauerstress warten hier eigentlich nur Vorteile auf dich. Du kannst dich ungestört mit den den feinen Tropfen des Hauses abfüllen, wirst je später der Abend wird das Objekt der Begierde und kommst somit ohne Probleme in Kontakt mit sexuellen Angeboten aller Art. Ebenfalls kannst du nach deiner Schicht vermutlich aufgrund des familiären Verhältnisses des Personals weiter für Lau trinken und so deinen Freunden imponieren. Einziger Nachteil sind die peinlichen Versuche des humorlosen Typen vor dir, die Dame seiner Wahl mit zahllosen Gin-Tonic-Mischungen in die Kiste zu bekommen und die entgeisterten Blicke wenn du den Laden mal wieder alleine schmeißen musst, weil deine Kollegin sich krank gemeldet hat.

 

Natürlich gibt es auch noch weitere Jobs ohne die ein Club nicht laufen würde, da du scheinbar aber genug Zeit hast, kannst du danach auch selbst suchen. Wir hoffen auch für dich war hier was passendes dabei, ansonsten lös dich von deinem Sneakerfetisch und probier’s nächste Woche nochmal, Ach ja, und lächeln nicht vergessen ;-)

 

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