Noise Sounds Sweep In/Sweep Out

Wer kennt ihn nicht, den doch inzwischen klassischen Whitenoise Sweep?! Schon lange hat er das Crashbecken zumindest in zahlreichen elektronischen Musikproduktionen abgelöst. Man munkelt, dass dieser Effekt bei dem Clubendverbraucher so gut ankommt, weil er ähnlich klingt wie eine Nebelmaschine.

Einen Whitenoise findet man in vielen Synthesizern oder auch Samplern. Er dient zum Layern von diversen Sounds wie Flächen, Soundscapes. Aber auch perkussive Elemente werden so einfach erzeugt. Genau diesen Noise nutzen wir für unseren Effekt Sound. In meinem Beispiel nutzen wir den Operator aus Ableton. Ladet den Operator in eine MIDI Spur und wählt als Wellenform den Whitenoise.


Als Nächstes wählst du in der Filter Sektion des Operators den Filter Typ Low24dB oder Low-12dB aus. Die Frequenz stellst du auf einen Wert von ca. 5 khz ein.


Erstelle einen MIDI Clip, in dem du eine lange Note zeichnest. Die Länge der MIDI Note entspricht der Länge des Effekt Sounds. In diesem Fall habe ich die Note auf acht Takte gezogen. Hier könnt ihr natürlich variieren.

Um den typischen Sweep entstehen zu lassen erstelle eine Automation. Öffne den Clip mit der MIDI Note, die den Operator antriggert. Im Envelope Rähmchen des Clips kannst du nun eine Automation einzeichnen. Wähle hierfür den Parameter „Filter Frequency“ als Automationsziel. Die Automation sollte in etwa so aussehen:

Um dem Noise Sweep die Statik zu nehmen, nutzen wir einen Kompressor, der einen Sidechain hat. Diesen legst du hinter den Operator. Das triggernde Sidechain Signal sollte die Kickdrum sein. Regel den Threshold runter und die Ratio hoch, bis die Kickdrum anfängt den White Noise zu „ducken“.

Räumlichkeit erlangt der Noise wie immer durch einen Reverb. Versuche einfach mal verschiedene Hall Algorithmen und wähle den, der am besten zu deinem Track passt. Auch Chorus oder Flanger so wie diverse Distortion Plugins geben dem Whitenoise den letzten Schliff. Ergänzend kannst du dem Noise noch ein Delay beifügen. Hiermit erzeugst du einen schönen Ausklang. // Björn Torwellen

Ableton Tutorial – Part 1