LSD


Aktuell kursiert ein extrem starker LSD-Filz mit dem Namen Hofmann. Diese Pappen beinhalten 205 µg LSD und sind blau, schwarz, gelb und weiß. Da wir nicht wollen, dass ihr hängenbleibt und nicht auf einen Horrortrip kommt, warnen wir euch vor diesen Filzen.

Über 150 µg LSD können zu viel sein. Hohe Dosen erhöhen das Risiko selbst für erfahrene Konsumenten. Es können höchst intensive psychedelische Erlebnisse hervorgerufen werden, welche verstörend und angsteinflössend sein können. Auch paranoide Vorstellungen können vorkommen. Des Weiteren kann eine sogenannte Übersensibilität auftreten. Musik, Licht und andere Reize können dabei als extrem unangenehm empfunden werden.

Auch eine Körper-Geist-Trennung kann auftreten. Im Jahr 2017 enthielten die von uns analysierten LSD-Filze durchschnittlich 65.2 µg LSD. Dies ist die Dosierung, welche ungefähr die Wirkung entfaltet, welche die meisten LSD-Konsumenten erwarten. Die meisten Konsumierenden gehen aufgrund der Falschdeklaration beim Verkauf (LSDFilze werden meistens als 200 µg verkauft) von viel zu hohen Dosierungen aus.

Dosierung: 20 bis 75µg werden als leicht, 75 bis 150µg werden als stark und über 150µg werden als sehr stark bezeichnet.

Wirkungseintritt und –Dauer: nach ca. 20 Min. / 6 bis 11 Std.

Wirkung: Die LSD-Wirkung ist sehr stark von Dosis, Set und Setting abhängig. Als Halluzinogen intensiviert und verfremdet LSD deine Sinneswahrnehmungen und das Raum-Zeit-Empfinden verändert sich stark. Deine Stimmung und deine Gefühle können sich abrupt verändern; von himmelhoch-jauchzend bis hin zu tod-traurig. Dabei können kreative Gedanken, neue Ideen oder spirituelle Erfahrungen entstehen. Bei hohen Dosierungen kann eine Loslösung vom eigenen Körper stattfinden.

Nebenwirkungen: Besonders in der Anfangsphase des Trips können leichte Atembeschwerden, Herzrasen, Schweissausbrüche, veränderter Blutdruck und Übelkeit auftreten. Es kommt zu einer starken Produktion von Speichel und Schleim. Die Körpertemperatur erhöht sich leicht, die Pupillen werden erweitert und die optische Fokussierung erschwert. Gähnen ohne Müdigkeit setzt ein.

Die Risiken im psychischen Bereich sind von der Persönlichkeitsstruktur des Users/der Userin abhängig. Die Wahrnehmungsveränderungen können so intensiv sein, dass UserInnen sich von der Flut von Eindrücken überfordert fühlen. Vor allem bei Nichtbeachtung der Regeln betreffend Set und Setting kann es zu Fehlreaktionen, Orientierungsverlust, Panik, Paranoia und „Horrortrips“ kommen.

Langzeitrisiken: Es besteht − auch bei einmaligem Konsum − die Gefahr, dass latente (verborgene) psychische Störungen ausgelöst werden können.

Quelle: saferparty.ch

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