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Betrachtet man den Erfolg, den Luca Schreiner alleine in diesem Jahr mit seiner Musik hatte, fällt es schwer, den gebürtigen Stuttgarter nicht als einen der Newcomer des Jahres zu klassifizieren. Seine Single „Missing“, die vor circa einem Jahr im Januar 2016 auf Ultra Records erschienen ist, hat mittlerweile acht Millionen Aufrufe auf Spotify. Im Oktober folgte seine zweite Single „Time Is Up“, ebenfalls auf Ultra. In der Zwischenzeit arbeitete der 22-Jährige an Remixen, unter anderem für Roger Sanchez, Shaggy und James Arthur auf Labels wie Armada, Universal, Def Jam und Sony Music. Bald erscheint sein drittes Release auf Ultra. Seine Streams auf Spotify belaufen sich auf insgesamt mehr als 24 Millionen Abrufe.

Aber nicht nur mit Veröffentlichungen überzeugt der gebürtige Schwabe, auch als DJ ist er gut gebucht. In diesem Jahr hat er bereits mit Größen wie The Chainsmokers, Lost Frequencies oder EDX auf renommierten Festivals wie dem World Club Dome, Tante Mia Tanzt und Shelterwood aufgelegt. „Für nächstes Jahr sind bereits einige Festivals bestätigt, viele werden noch folgen. Ich werde noch mehr spielen als die Jahre zuvor. Bei Auftritten die Reaktionen der Menschen auf die eigene Musik zu bekommen, ist ein unbeschreibliches Gefühl“. Durch seinen Vater kam Luca schon sehr früh mit elektronischer Musik in Kontakt: „Mein Dad führt seit 25 Jahren den etablierten digitalen Musikvertrieb dig dis!, deswegen wurde mir das mehr oder weniger schon in die Wiege gelegt.“ Seine Produktionen können als radio-friendly elektronischer House interpretiert werden, da für ihn vor allem die Melodien in seinen Songs im Fokus stehen. „Ein Song nur aus Beats bestehend ist mir zu simpel, da nur die Melodien die Emotionen bei den Hörern auslösen.“ Kollaborationen mit talentierten Sängern und Sängerinnen sind dabei ebenfalls ein wichtiges Merkmal im Sound von Luca Schreiner. „Ich habe mir über die Jahre ein starkes Netzwerk aus vielen tollen Sängern und Songwritern zusammengestellt. Ich mag es sehr, mit charakterstarken Stimmen zusammenzuarbeiten wie beispielsweise zuletzt Kimberly Anne und Mick Fousé. Beim ADE im Oktober während der ‘Ultra Writing Session’ konnte ich dann auch mit vielen spannenden Leuten zusammen ins Studio gehen, was eine mega Erfahrung war.“

Trotz seiner noch jungen Karriere, ist Luca sehr umsichtig und kann seine Position gut einschätzen. Luca weiß, wie er sich selbst vermarkten muss, um als Künstler wahrgenommen zu werden. Die Wichtigkeit, Streamingdienste zu verwenden, die richtige Präsentation für Booker und Veranstalter, wie der Musikmarkt funktioniert, ist ihm alles bewusst. „Ich denke es ist sehr wichtig, kontinuierlich gute neue Musik zu veröffentlichen, ich konnte in diesem Jahr bereits einige Erfolge auf einigen der größten Labels in der Szene verzeichnen, das macht mich zuversichtlich für 2017. Ich bin derzeit in Kontakt mit einem amerikanischen Management und plane für 2017 auch einen längeren Aufenthalt in New York, um dort und auch international mehrere Shows zu spielen.“

Aus dem FAZEmag 059/01.2017 
www.lucaschreiner.com