Marc Houle – No One Knows (Items & Things)

Nachdem er sich längere Zeit von seinen technoiden Detroit-Wurzeln distanziert hatte, nimmt er diese jetzt wieder umso fokussierter auf und veröffentlicht ein Album, das den seltenen Gänsehautschauer hervorruft. Dunkle, pumpende Energien setzt der “No One Knows”-Longplayer frei. Schwere Beats, getränkt in düstere Melodien und umhüllt von mystischen Schleiern, erzeugen eine Klangfarbe, die einen in ihren Bann zieht. Die neun Tracks, in Moll gehalten, erzeugen den Sound eines technoiden, dystopischen Traums. Einige Nummern geben sich ruhig, bewegen sich zwischen analogen Synthesizern, fast schon housigen Grooves und zischenden Snare-Rolls. Doch die primäre Klangsprache Marc Houles gestaltet sich durch gewaltige Basswellen, die...

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 Wehbba – Straight Lines and Sharp Corners (Drumcode)

Da ist es! Nach zwei EPs und großen Wellen auf Adam Beyers Drumcode, veröffentlicht Wehbba nun auch sein Album auf dem schwedischen Erfolgslabel. Über 13 Titel hinweg spielt der brasilianische Technokünstler mit verschiedenen musikalischen Einflüssen, die ihn vor allem zu Beginn seiner Laufbahn in den 90er-Jahren beschäftigten. Wehbba hängt jedoch nicht längst vergangenen Zeiten nach, sondern bündelt seine Wurzeln zu dunklen, energetischen und modernen Strukturen, die vor allem auf dem Dancefloor ihre Kräfte entfalten können. Durch den Einsatz von Prelude, Interlude oder entspannteren, gar Ambient-artigen Tracks wie „14th To Grand Central”, wirkt das Album kurzweilig und abwechslungsreicher als so...

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Milk & Sugar – Ibiza Symphonica (Warner Classics)

Zu selten kommt es zu gemeinsamen Projekten zwischen Künstlern klassischer und elektronischer Musik. Dabei können beide Genres nicht nur wahnsinnig voneinander profitieren, sondern vor allem gemeinsam einen ganz neuen Sound kreieren. Dies scheint auch die Devise bei der Zusammenarbeit zwischen Milk & Sugar und den Münchner Symphonikern gewesen zu sein. Auf ihrem jüngsten Album “Ibiza Symphonica” hat das deutsche Produzenten- und DJ-Duo gewaltige House-Klassiker wie “One More Time”, “Café del Mar“ oder “ Sky and Sand“ neu arrangiert. Alle Tracks pflegen einen ganz individuellen Bezug zu der Partyinsel Ibiza, die auch namensgebend für das Album war. Wuchtiger und organischer...

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Dubiosity & Pjotre G – Particle Detection (Planet Rhythm)

  Aus den Tiefen schälen sich dampfende Bässe heraus, die sich zu einem Ambient-Synthnebel verdichten. Der Opener „Arbitrage“ lässt sofort erahnen, dass etwas Großes auf einen zu rollt: die „Particle Detection“- LP von Dubiosity & Pjotre G. Sehnsüchtig musste mehr als ein Jahr gewartet werden, bis die zwei Niederländer endlich wieder etwas releasten. Umso größer die Freude, als klar wurde, dass es sich dieses Mal sogar um einen Longplayer handelt – ihren allerersten. Es wurde am Sound gefeilt, ohne sich von ihrer typisch leidenschaftlichen Ambient-Klangsprache zu distanzieren. Wer Dubiositys und Pjotre Gs technoiden Sound-Couleur kennt, kann sich ausmalen was...

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Tom Wax – TeamWorx (Phuture Wax Records)

Bereits seit den 90ern kann sich Tom Wax zu den erfolgreichsten und angesehensten DJs und Produzenten zählen, was auch zur Gründung seines eigenen Labels Phuture Wax Records geführt hat. Nach den vergangenen Erfolgen erscheint darüber nun mit „TeamWorx“ sein neustes Release. Wie der Titel vermuten lässt, hat Tom für die zehn Tracks mit zehn verschiedenen Künstlern kollaboriert und sorgt somit für Abwechslung und Vielseitigkeit. Wie üblich schafft er eine einmalige Fusion der jeweils besten Elemente von House und Techno. Groovige Drums und Basslines geben lockere und entspannte Rhythmen vor und werden von einer guten Balance zwischen synthetischen und natürlichen...

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Yaya – You Decide (Tamango)

Er mag vielen nicht unbedingt bekannt sein, aber Veröffentlichungen auf Desolat, Cadenza, Be As One oder Roush sprechen eine deutliche Sprache. Die Stimmung ist in techigen House getränkt und brummt mit dicken Beats und deepen Flangerchords („Night & Day“). Erster Kracher: „She Is Not For Me“ – ein Track mit formidablem Bassgeläuf und schemenhaften, spacigen Geräuschen. Es rollt robust („Trust“), tribalt charmant („Black Mamba“) und wenn Yassin Ligali Ali seine housig sanfte Seite anschiebt („Love & Hate“), dann offenbart sich die ganze Bandbreite seines Schaffens – mein Lieblingstrack dieses Longplayers. 7/10...

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Northern Lite – Evolution (Una Music)

Wow, bereits das 13te Album des Erfurter Trios um die Masterminds Sebastian Bohn und Andreas Kubat. Eine herausragende Band-Historie mit großartigen Werken wie „Reach The Sun” oder „Unisex”. Die musikalische Entwicklung von einer reinen Rave-Combo, was nicht despektierlich gemeint ist, zu einer Band mit gesungenen Vocals und nur noch geringem Techno-Einfluss hat Northern Lite nicht geschadet. Und die treue Fanbase von Northern Lite, die weit über den deutschsprachigen Raum hinausgeht, wird auch „Evolution” abfeiern. Und das mit Grund. Der Album-Opener „California” ist zweifellos eine Hymne und wird demnächst von Reiseveranstaltern als Untermalung der besten neuen LA-Reiseangebote eingesetzt. „Green Apples”...

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Slam – Archive Edits (Soma)

Auf der „Archive Edits“-LP versammeln Slam Edits eigener Hits und der anderer Künstler. Eigentlich nur für ihre eigenen DJ-Sets gedacht, lassen die beiden Künstler jetzt auch den Rest der Welt an dieser exquisiten Sammlung teilhaben. Neben einem Edit ihres Hits „Scorpion“, finden sich Tracks von Nutzer Ebb, Thomas P. Heckmann als Silent Breed, Terrence Fixmer, DK8 Damon Wild und Hertz. Auch zwei bisher unveröffentlichte Slam-Stücke haben es auf das Album geschafft, so dass hier der Fokus auch klar auf Archive und nicht nur auf Edits liegt. Alle Tracks sind quasi „auf den neusten Stand“ gebracht worden und sind erstklassiger...

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Ferdinand Hübl – A Mind Called Galaxy (Huebl Records)

Ferdinand Hübl ist ein wahrer Meister darin, mit seiner Musik Emotionen auszudrücken und Geschichten zu erzählen. Auch in seinem Debütalbum „A Mind Called Galaxy“ kann er dadurch wieder punkten. Insgesamt sind acht Tracks darauf enthalten sowie eine verkürzte Radio-Version des ersten Tracks „No Place“, wobei Kollmann mehrfach als Gastproduzent vertreten ist. Die Tracks bieten erstklassigen Techno mit kräftigen Kicks, brummenden Basslines und ausgeklügelten Arps, aber stechen besonders durch überragende Atmosphären und Sprachaufnahmen von Ferdinands Großeltern hervor. Insgesamt ein außergewöhnliches und erfrischendes Release mit vielen interessanten Ideen. 10/10 Lukas...

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Phunkadelica – Phuk Ad Elica (Multinotes)

Nach ihrer Single „Phunkool“ ist das italienische Duo Phunkadelica wieder zurück auf Multinotes und veröffentlicht das Debütalbum „Phuk Ad Elica“ mit elf Tracks, welche wie gewohnt durch einwandfreien Indie Dance aufwarten können. Das gesamte Release strotzt nur so vor angenehmen und aufbauenden Vibes und geht daher leicht ins Ohr. Alle Tracks bieten hervorragende und Ohrwurm erzeugende Melodien mit einem breiten Spektrum an verschiedenen Instrumenten. Dazu gehören weiche Pads, herrliche Gitarren und nostalgische Synthies, aber auch dezente Vocals und abstraktere Klänge. Dementsprechend handelt es sich hierbei um ein reichhaltiges und mannigfaltiges Release. 10/10 Lukas...

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Atelier – Varsam Court (Lossless)

Die beiden Kindheitsfreunde Alexander Inggs and Jaś Miszewski stehen hinter dem Projekt Atelier und leben dort ihre Liebe zu analogen Synths, Drum Machines und Effektgeräten aus. Im letzten Jahr debütierte das südafrikanische Duo – mittlerweile in Berlin ansässig – mit der EP „Something To Fill An Hour”. Nun also das Album, zehn Tracks, die eindrucksvoll intensiv, umarmend und auf den Punkt sind. Analoge Wärme, House-Beats, jauchzend-eindringliche Vocals, Ambient-Momente, technoide Spannung und verflochtene Breaks. Ein rundes Album, reich an Höhepunkten und sehr gut in Szene gesetzt. 9/10 Dieter...

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Kas:st – Road To Nowhere (Flyance Records)

  Zwei Tiefseetaucher aus Paris lassen sich in verborgene Techno-Dimensionen gleiten. Ihre Vision: hypnotischen Ambient-Sound mit dunklen und einnehmende Basslines aufzuspüren, der Emotionen ohne Ende hervorruft. Das französische DJ-Duo nennt sich Kas:st, alias Karol Herse und Manuel Sene, und hat sich kunstvoll-experimentellen Deep Techno auf höchstem Niveau verschrieben. Höhlenartig klingen die Noise-Texturen und warm-düstere Synthesizer-Elemente prägen ihren originellen Sound, der einen regelrecht in Kas:st technoiden Ambient-Kosmos aufsaugt. Kleine Prognose der Redaktion: spätestens mit diesem Debütalbum „Road To Nowhere“ wird ihnen der Durchbruch gelingen. Jede Track-Nummer ist ein Klangerlebnis für sich, doch besonders „Insomania“, „Lost Souls“ und „H.U.M.A.N.“ lassen das...

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