Elderbrook – Why Do We Shake In The Cold (Parlophone/Warner)

Es sind diese schwebenden Basslines, die fluffigen Perkussion-Elemente, die organischen Gitarrenriffs und die ergreifenden Melodien, die das vielschichte Soundspektrum des Londoner Produzenten und DJs Elderbrook auszeichnen. Doch am meisten dominiert den Sound die warm-helle Tenorstimme Alexander Kotzes, wie er bürgerlich heißt. Diese steht im Mittelpunkt seiner Musik und katalysiert Gefühle in einer sonoren Intensität, wie wenig andere es schaffen. Elderbrook produziert feinsten alternativen Elektro-Pop, der diverse Cross-Over-Wege einschlägt, gerne mal in Indie-Dance- und Deep-House-Genres übergleitet, um dann parallel noch von erfolgreichen Techno-oder House-Producern geremixt zu werden. So erschien die Nummer „Numb“ seines neuen 11-Track starken Albums schon als Single...

Read More

U96 & Wolfgang Flür – Transhuman (UNLTD Recordings)

Treffen zwei Legenden aufeinander. Erstmals schon 2018, als der Ex-Kraftwerkler Flür an zwei Songs des U96-Albums „Reboot“ beteiligt war. Nun also ein gemeinsames Album, das die faszinierenden Klangwelten dieser beiden stilbildenden Acts vereint. Und das ist mit „Transhuman“ wirklich gut gelungen, diese Leichtigkeit mit Dance-Elementen von U96 auf der einen Seite mit der experimentellen Retro-Note von Wolfgang Flür auf der anderen Seite finden hier sehr gut zueinander – halten sich oft die Waage und pendeln mal mehr in die eine und mal mehr in die andere Richtung. So trägt der Titeltrack „Transhuman“ schon eindeutig die Handschrift des Elektronik-Pioniers, inkl....

Read More

Rhauder & Paul St. Hilaire – Assemblage (Ornaments)

  Vor über zehn Jahren veröffentlichten Rhauder und Paul St. Hilaire, den viele wahrscheinlich auch noch aus dem Rhythm&Sound-Kontext kennen, ihre erste gemeinsame EP. „Assemblage“ versammelt alle ihre Tracks, die sie auf Ornaments veröffentlicht haben, plus vier bisher unveröffentlichte Bonus-Versionen. Dub Techno in hohen Sphären, getragen von der einzigartigen Stimme Hilaires und in vielen verschiedenen Schattierungen, mal mehr uplifting, mal mehr schleppend, fast verwurzelt, aber sehr fesselnd. Zwei Virtuosen am Werk, die uns auf ihre intensiven, verspielten und deepen Trips mitnehmen. Wunderbar und immer noch sehr fresh. 9/10 Dubby Holly  ...

Read More

Bob Moses – Desire (Domino)

Für seine melancholische Soundsprache, die über luftige Mellow-Beats fließt, von organischen Gitarrenriffes und romantischen Piano-Phrasen untermalt wird, ist das kanadische Elektro-Duo Bob Moses bekannt. Tom Howie und Jimmy Vallance sind sonst auch oft in größer Bandkonstellation anzutreffen und haben sich nun wieder für ihr neues Kurzalbum „Desire“ zu zweit separiert. Das Werk verspricht dreamy Electronica-Sound, mit Deep House Touch bis hin zu Indie Dance Einfärbungen. Es ist ein Konzeptalbum für den Club, das mit epischen Modulationen und catchy Downbeats spielt. Thematisch-musikalisch greift „Desire“ Liebesgeschichten für ein digitales Zeitalter auf. Sowohl die positiven als auch die negativen gesellschaftlichen Entwicklungen der...

Read More

Howling – Colure (Counter Records)

Die Vorfreude war immens und nun bescheren uns Howling den langersehnten zweiten Langspieler. Das Zweitprojekt Frank Wiedemanns, alias der zweiten Hälfte des DJ-Duos Âme sowie Ry X wird für seine faszinierenden, romantischen Soundsphären aus Piano, Synthesizern und Gesang hochgeschätzt und spielte legendäre Shows weltweit. Auch die neue LP „Colure“ ist wieder in dem typisch verträumt, teilweise progressiven Howling-Electronica Sound produziert worden. Das weich-samtene, etwas höher-verhauchte Timbre des Australiers RY lädt förmlich nur so zum Wegdriften und Träumen ein. Electronica-Hypnose mit romantischen Pianopassagen und innovativen, seidenen Synthesizern mag sich wohl genauso anhören. Ein Album, das wie ein Liebesbrief klingt. Ein...

Read More

Nicolas Bougaïeff – The Upward Spiral (Mute/PIAS)

Er jongliert atemberaubend mit Soundenergien: facettenreich, kunstvoll und das alles in seiner doch rauen, dunklen, teils Industrial-Techno-Soundsprache. Immer wieder ziehen leuchtende Synthesizer-Strahlen durch die bassvolle Dunkelheit und epische Melodiethemen blitzen auf. Der frankokanadische Produzent Nicolas Bougaïeff kreiert seine ganz eigene Version von Body Music, die er auf seinem Debütalbum „The Upward Spiral“ festhält. Kantige Synthesizer verschieben sich zu filigranen rhythmischen Illusionen. Der Namensgebende Track des Albums schlägt eher einen Minimal Sound ein, wohingegen in „Nexus“ Gabber, IDM und Drum’n Bass- Elemente kollidieren. „Positive Attitude“ ist eine dunkel treibende Techno-Nummer mit Tranceflair und „Flying High“ stellt einen ganz besonderen Ambient-Trance-Shapeshifter...

Read More

Max Richter – Voices (Decca)

  Max Richters neuntes Studioalbum „Voices“ hat einen mehr als zehnjährigen Entstehungsprozess hinter sich und könnte kaum aktueller sein. Denn seine große Inspiration fand der britische Komponist in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“ – so lauten die ersten Worte der Erklärung und so startet auch das Album – in englischer Sprache – mit der Präambel, gelesen von Eleanor Roosevelt aus dem Jahre 1949, ein Jahr nach Entstehung der Erklärung. Richter möchte mit seiner Komposition zum Denken und Reflektieren einladen. Neben den einleitenden Worten von Roosevelt hat Richter auch...

Read More

Helena Hauff – Kern Vol.5 (Tresor)

Es ist eine anstrengend-exzentrische Compilation, die mit gewaltiger Bassenergie vollgepumpt wurde. Provozierender Techno, der mal viel zu schräg und unschön klingen darf, nur um einen dann wieder mit seiner Kraft in seinen Bann zu ziehen. Endlich releast das Tresor Label die 005 seiner „Kern-Serie“. Diese brutale, kunstvolle Compilation hat es ganz schön in sich, da sie überfordert mit ihrem dunklen Industrial Sound, aber anderseits auch elektronische Euphorie versprüht. Feurige Synths, die in abgedrehte Soundspaces abdriften bis hin zu monströsen Basswellen, die einen zu überfluten vermögen gibt’s da. In der Compilation ist alles möglich und nur geübte Ohren können diese...

Read More

Autarkic – Terms and Conditions (Life And Death)

Das Label von DJ Tennis feiert die Katalognummer 50 und konnte dafür Autarkic  mit seinem neuen Album „Terms and Conditions“ gewinnen. Der aus Tel Aviv stammende Producer präsentiert hier sein drittes Album, das zu einer Fusion aus alle möglichen Ecken des elektronischen Kosmos verschmilzt. Elecotronica-Wolken tanzen über Vocals, der Bass schiebt ordentlich an, die Keys hüpfen im Takt, Lo-Fi-Sounds wabern über den Horizont, Prog-Elemente wälzen Beat-aufwärts und ein bisschen Dub kreist auch noch über der Techno-Sound-Konstruktion. 8/10 Grobi...

Read More

André Hommen – More Than This (These Eyes)

André Hommen präsentiert mit seinem Debütalbum “More Than This” mehr als nur ein Album. Es ist sein erstes Album – und soll gleichzeitig auch sein letztes sein. Mit diesem ersten Langspieler, der auf Andrés eigenem Imprint These Eyes Anfang Juli erscheint und auch das allererste Album auf dem Label überhaupt markiert, zeigt der Wahl-Kölner mehr von sich und dem Spektrum seines Könnens. Die neun Tracks präsentieren den in erster Linie für undergroundige Club-Keulen wie „Battery Park“ oder „Bassari People“ bekannten aufstrebenden Produzenten und DJ in einem facettenreichen – dunkel glänzenden, bisweilen mystischen – Licht. Warme gefühlvolle Akkorde, entspannte Grooves,...

Read More

Nobodys Face – Chemical Animals

Nobodys Face verpackt sein jüngstes Release in eine Sound-Wundertüte. Genregebundene Musikstrukturen versucht er aufzubrechen und, es gelingt mit seinem neuen Album „Chemical Animal“. Es stellt eine Melange aus vergroovten Rap, hypnotischen Synthesizer-Zucken und fetzigen Brasil Funk dar. Facettenreiche Produktionen kommen von bekannten Gästen wie Materia über Majan, Enda Gallery, Sway Clarke und 7Apes bis Chefket, die sich alle von einer ganz neuen Soundseite präsentieren. Trippy Klang-Vibes, statt TripHop und teilweise ein Touch von Cloud-Rap mischt Nobodys Face, alias Henrik Miko, mit in die Nummern hinein. Es ist ein äußerst kontrastreiches Album, welches sowohl eine hohe bpm-Zahl als auch verträumte...

Read More

Flying Lotus – Flamagra (Warp)

Nachdem der erste Part von „Flamagra“ vor geraumer Zeit bereits mit einer kaum zu überbietenden Gästeklientel aufwarten (u.a. George Clinton, Thundercat, Solange, Anderson Paak oder Little Dragon) und höchste Meriten einstreichen konnte, highlightet Stephen Ellison auf den Instrumentals u.a. mit Herbie Hancock, Robert Glas- per und Justin Brown anstelle der Sänger nun die Instrumentalisten. Brillant, gekonnt verschmelzen elektronische Instrumente mit jazzigen Kompositionen, in denen immer eine soulige Note mitschwingt („Heroes In A Half Shell“) oder ein funky Flow entsteht („Burning Down The House“, „Pilgrim Side Eye“). Spannend klingt immer wieder seine experimentelle Seite („Yellow Belly“), die mit unterschiedlichen Instrumenten spielt...

Read More

Datenschutz
, Besitzer: (Firmensitz: Deutschland), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.
Datenschutz
, Besitzer: (Firmensitz: Deutschland), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.