Hunter/Game – Silence (Just This)

Das italienische Duo aus Mailand dropt mit der „Silence LP” ein wahres Meisterwerk. Darauf findet sich allerfeinster Ambient, der sich problemlos als Soundtrack für Filme oder Serien verwenden ließe. Der generelle Vibe der zehn Tracks ist mystisch und melancholisch. Auf Kicks wurde fast durchgehend verzichtet, trotzdem hypnotisiert der organische Klangteppich durch viele einzelne Details und Texturen, die wunderschön in Hall gebettet und clever im Raum verteilt wurden. Die Mischung aus synthetischen und natürlichen Klängen ist gut gelungen und durch das abwechslungsreiche Arrangement wird ein meisterhafter Spannungsbogen kreiert. Hier lässt sich kein Favorit ausmachen – es könnte jeder sein! 10/10...

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Boxia – A Night In The Life Of (Drumcode)

Endlich ist es soweit, Boxia haut sein erstes Album auf den Markt! Der 14-Track-Longplayer geht dabei auf eine lange Reise, in welcher sowohl atmosphärische, transzendentale Elemente, Progressive House als auch schöner Warehouse Techno nicht zu kurz kommen. Ein Album, welches sich in Gänze wirklich wunderschön hören lässt, dabei immer genug Abwechslung bietet und es eigentlich verbietet, den Skip-Knopf zu drücken. Höhepunkte sind sicherlich der Opener „A Night In The Life Of“, „Give Love Always“, „Inside and Out“ und „Last Nightclub“, wobei hier Präferenzen zu ziehen eine schwerere Übung darstellt, da die LP komplett überzeugt. Dass Drumcode sich dieser Sache...

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Dapayk & Vars – Streets & Bridges (Ritter Butzke Studio)

Schon seit 20 Jahren ist Dapayk eine Grundsäule für die Szene der elektronischen Musik. Für sein neustes Schaffen kollaboriert er mit dem jungen Sänger Vars und zusammen releasen sie das 9-Track- starke Album „Streets & Bridges”. Die Mischung der beiden funktioniert sehr gut und ergibt einen einzigartigen Sound. Synergetisch verschmelzen dumpfe, drückende Kicks, brummende Basslines, verhallten, ätherischen Flächen mit herrlichem Gesang ¬– der mal mehr, mal weniger, aber jedes Mal passend, eingesetzt wurde. Insgesamt ist dem Duo ein erfolgreicher Genre-Spagat zwischen House, Ambient und Pop gelungen, der sich definitiv hören lassen kann. 10/10 Lukas...

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New Order – ∑(No,12k,Lg ,17Mif) New Order + Liam Gillick: So it goes… (Mute)

Zu New Order muss man eigentlich fast gar nichts mehr sagen. Legendäre New-Wave-Band aus Manchester. Blue Monday. Punkt. Nun hat eben diese legendäre Band 2017 einige Shows in den ebenso legendären Old Granada Studios gegeben und nun endlich die Live-Mitschnitte in einem Album releast. Dabei sind Tracks, die man noch gar nicht kannte, sehr bekannte Singles und ganz alte Tracks, die die meisten gar nicht mehr auf dem Schirm hatten. Das Ergebnis klingt verdammt groovy, mitreißend und frisch. Der typische New-Order-Sound klingt live noch etwas lebendiger, kann aber manchmal nicht ganz mit einer Studio-Produktion mithalten. Doch die Live-Atmosphäre wiegt...

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Santé – Current II (Avotre)

Lange wurde darauf gewartet, nun ist es endlich da! Mit der „Current II LP” erscheint das zweite Album von Avotre-Labelchef Santé. Ganze 13 Tracks hat er reingepackt, davon fünf mit verschiedenen Features, wie Joaquin DeKoen oder Mathias Kaden. Inhaltlich geht es in Richtung House, es wird jedoch eine sehr breite Stilpalette bedient: Es gibt sowohl atmosphärische und melodische Stücke („Talaboo”), klassischen House mit wabbernden Chords und dezenten Vocals („Talk About”) und Tracks, die schon an Techno grenzen, mit schnellem Tempo und wummernden Bässen („Blink”). Was jedoch alle Tracks vereint sind die punchigen, pumpenden Drums und warmen, satten Basslines aus...

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Matias Aguayo – Support Alien Invasion (Cómeme)

Was passiert, wenn die 4/4-Kick auf einmal was ganz anderes macht? Wenn der gesamte Groove eines House-Tracks verrücktspielt und in neue rhythmische Sphären abgleitet? Matias Aguayo macht es uns vor auf seinem langerwarteten Album „Support Alien Invasion“. Die insgesamt neun Tracks basieren auf polyrhythmischen Grooves, die stark an futuristischen Karneval erinnern. Und das geht ganz schön ab. Jeder Track wirkt absolut hypnotisch und kann einen auf dem Floor in einen Trance-Zustand bringen. Doch auch in den heimischen Gefilden, auf der Couch, ist es ein Genuss sich das Album anzuhören. Der einzige Kritikpunkt: Melodien und Harmonien gehen im Rhythmus unter....

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Mount Liberation Unlimited – Mount Liberation Unlimited (Studio Barnhus)

Ihr Debütalbum releasen die Jungs von Mount Liberation Unlimited auf Studio Barnhus und reihen sich damit perfekt in den Sound des Labels ein: Der ungemeine Retro-Charme, der auf Drum-Machine-Pattern, wirbelnden Analog-Synthies und modulierenden Pads beruht, wird mit durchdachtem Songwriting und modernem Sounddesign kombiniert – so klingt der Longplayer wie eine Mischung aus Beachsound, Disco, Techno und Electronica. Gerade die spielerische Art mit den eigenen Vocals umzugehen, macht einfach gute Laune. Die elf Tracks weisen dabei eine immense Vielfalt auf, die ein gutes Album ausmacht: Collagen-artige Interludes, funkige Grooves und druckvolle Techno-Jams. Empfehlung! 10/10 Basti...

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Francesco Tristano – Tokyo Stories (Sony)

Ist es euch auch schon mal passiert? Ihr wolltet euch der klassischen Musik nähern, doch alles was ihr hörtet, war zu komplex, zu durchdacht. Francesco Tristano, ein Genie am Klavier, sowie im Studio, verbindet die Welt der Klassik seit Jahren gekonnt mit Electro und Pop. Nicht zuletzt mit Musikern wie Moritz Von Oswald oder Carl Craig. Sein neues Werk „Tokyo Stories“ umfasst 16 cinematische, Klavier-fokussierte Stücke, die seine enge Beziehung mit Japans Hauptstadt behandeln. Perlende, magische Piano-Sequenzen, emotionale Harmonien und aufregende Rhythmen werden hier vereint mit Syn- thesizern und Percussions sowie Fieldrecordings. Mal sphärisch, mal treibend, mal intim. Und...

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Robag Wruhme – Venq Tolep (Pampa Records)

Schon die ersten Klänge verdeutlichen, warum das neue Album von Robag so gut zur Philosophie von Pampa und seinem Mastermind Stefan Kozalla passt: House, augenscheinlich leicht verdaulich, jedoch fein ziseliert und kompositorisch auf höchstem Niveau gestaltet. So kommt man zum Auftakt leicht ins Schwelgen bei Melodien und sanften Beats (“Advent“) und später bei “Bezique Atout“. Melancholie und Harmonien bereiten den nächsten Schritt (“Westfal“), um danach mit perkussiven Elementen umgarnt (“Iklahx“, “AK-DO 5“) eine maximale Wirkung auf dem Floor zu entfalten. Synthetische Klänge nehmen den Hörer spielerisch leicht gefangen (“Volta Copy“), umschmeicheln ihn und ziehen ihn schließlich, ganz empathisch in...

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Labelle – Orchestre Univers (InFiné)

Seit dem tollen Vorgänger “Univers-ile“ sind zwei Jahre vergangen. Nun wagt sich Jeremy Labelle auf seinem neuen Projekt an eine neue Idee, die Klassik und Pop mit Hilfe eines Regionalorchesters aus Reunion zusammenführt. Ethnische Einflüsse sind zu spüren (“Soul Introspection“), die den tranceartigen, schwebenden Zustand der Musik erden und Tradition und Moderne verbinden. Drei Werke aus seiner Diskographie sowie sieben neue Themen finden sich auf “Orchestre Univers“, das den Hörer staunend, beinahe atemlos vor den Kompositionen wiederfindet. Handwerklich und kompositorisch eine Wucht, die anmutig seinesgleichen sucht. Cars10.Becker Orchestre univers by...

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Ellen Allien – Alientronic (BPitch Control)

Die Berliner Botschafterin des Techno, Ellen Allien, auf deren Interview ich an dieser Stelle verweisen möchte, releast mit „Alientronic“ ihr bisher achtes Solo-Album. Als innere Reise durch die tiefsten Ressourcen ihrer Kreativität umschrieben, beginnt das Langspielwerk mit „Empathy“ zunächst kosmisch schwebend, eine gewisse Spannung baut sich auf. Das anschließende „MDMA“ ruft gewissermaßen eine halluzinogene Wirkung hervor; man weiß nicht genau, ob man schon auf der erhitzten Tanzfläche angekommen ist oder ob man sich noch im unterkühlten Weltraum befindet. Dieser Ungewissheit setzt das Stück „Bowie In Harmony“ schnell ein Ende, indem es aufgrund seiner kraftvollen Vierviertel-Bassdrum und seiner präganten Transistor-Bassline...

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Review & Verlosung: Dompe – Hippie Crack (Jackfruit)

Elfmal purer Sonnenschein: Dompe releast sein Album „Hippie Crack“ und gibt den Ravern frisches Futter für die Open-Air-Saison. Der Berliner Musiker begeistert mit sommerlichem Groove, der mit Sample-basiertem Soul gespeist wird. Die Arrangements sind wie gemacht für feierlustige Crowds, die mit einem Lächeln barfuß auf der Wiese tanzen wollen. Dabei ist für jeden Geschmack etwas dabei: rough Tech-House-Bomben und deepe Sounds – wie bei „Martha“. Neben knackigen Drums hat jeder Track auch eine melodiöse Facette, die das Release so charmant macht. Empfehlung für alle Sonnentänzer! 10/10 Basti Gies Wir verlosen das Album zwei Mal auf Vinyl und auf Kassette!...

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