Nocturnal Sunshine – Full Circle (I/AM/ME)

Nachdem es im Sommer mit der „Foundation EP“ schon einen Appetizer gab, folgt nun das komplette Album von Maya Jane Cole unter ihrem Nocturnal-Sunshine-Alias – vier Jahre nach dem gleichnamigen Debüt. Sie taucht hier tief ab in die Welten von trippigen Dopebeats, Hip-Hop, Grime, Breakbeats und Dub. Dabei stehen ihr diverse Gast-Vokalisten wie Catnapp, Peaches, RY X, Young M.A. oder Gangsta Boo zur Seite. Mit „Wildfire“ feat. Catnapp eröffnet die britisch-japanische Produzentin, das sich düster, zähflüssig und voller Hall durch Trip-Hop-Beats zieht, danach geht es mit RY X und „Gravity“ im leichten Break-Galopp weiter, getragen von seiner sanften und...

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Lapalux – Amnioverse (Brainfeeder)

Nach drei tollen Langspielern auf Brainfeeder veröffentlicht der Brite Lapalux sein viertes Album „Amnioverse“. Inspiriert wurde er vor allem durch James Turrels Kunst-Installation in Texas, so dass das Albumcover eine Hommage an ihn darstellt. Instrumental kommt ein Modular-Synthesizer-Setup zum Einsatz, aber auch Naturaufnahmen oder Vocal-Samples spielen eine Rolle. Die Tracks gestalten sich sehr atmosphärisch, stimmungsvoll und verträumt, kraftvolle Passagen wechseln sich mit ruhigeren ab und erzeugen einen kunstvollen Spannungsbogen. Insgesamt ergibt sich ein flüssiges Gesamtbild, das besonders durch Kreativität und Originalität besticht. 10/10 Lukas...

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Massive Attack – Massive Attack Vs Mad Professor Part II (Virgin)

Im Zuge des Remasters von „Mezzanine“ wird noch eine weitere Perle veröffentlicht: Mad Professor, der legendäre Dub-Wizard, hat bereits in den 90ern Tracks des Classic-Albums „Mezzanine“ geremixt. Nun folgt eine Ladung bisher unveröffentlichter Remixe: knisternde, brodelnde Dub-Grooves, warme Basslines und wabernde Echos auf den Spuren der Original-Tracks erwarten uns. Dieses Release macht Trip-Hop noch entspannter und bringt das Original auf eine ganz andere Ebene, ohne die Tracks zu verschlechtern. Vielmehr ist es eine Erweiterung des Original-Sounds und deswegen ein Muss für alle Fans von Massive Attack. 10/10 Basti Gies...

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Battles – Juice B Crypts (Warp)

Warp, seit jeher für seine geschmackvollen Alternativen im Elektronikzirkus bekannt, macht mit dem neuen Battles Output wieder alles richtig. Frisch klingt das vierte Studioalbum der New Yorker: Handgemachte Drums und wirre Synthieläufe („Ambulance“), explorative Keys „(A Loop So Nice“), Vocals auf Grime-Rhythmik (“They Played It Twice“) – das klingt tatsächlich verdammt nach NY Underground – ein Kunstprojekt, jedoch zugänglich, ganz im Sinne Warholes („Sugare Foot“). Ob fast schon meditativ („Fort Green Park“), Hip-Hop-esk („IZM“) oder abgefahren im 80er Electric-Soul-Rave („Titanum 2 Step“) – die elektronische Abgefahrenheit ist die ausschlaggebende Variable. Hier gibt es sehr viel zu entdecken. Innovation und...

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Function – Existenz (Tresor)

Die 17 Tracks des neuen Albums von Function brauchen Platz. Kein Wunder, dass hierfür ganze 4 LPs bzw. 2 CDs nötig sind. Platz im Sinne von Raum zum Atmen braucht aber auch die tiefergehende Bedeutung des Albums. Function verarbeitet mit diesem Album seine bisherigen Lebenserfahrungen. Dass das Oeuvre damit ausufernd und manchmal unklar daherkommt, ist leider ein negativer Nebeneffekt. Auf den einzelnen Track runter gebrochen, sind die Kompositionen durchdacht, ergeben aber als Album kein größeres Ganzes und sprechen mich nur selten an. Vieles pendelt zwischen ChillOut, House und Beliebigkeit. Einzig „Vampir“ ist straff und winkt mit beiden Händen Richtung...

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AV AV AV – No Statues (The Bank Music)

Das dänische Trio AV AV AV bringt, nach einigen gefeierten EPs und ausverkauften Shows, ihr Debütalbum raus. Darauf findet man weitgefächerte elektronische Tanzmusik, mit Anleihen aus Hip-Hop, Grime, D`n´B und Ambient. Manche Tracks, so auch das Titelstück, stampfen mit Wucht nach vorn und reißen den geneigten Hörer durch aggressive, düstere Synthesizer-Sequenzen mit. Doch wie es sich für ein gutes Album gehört, gibt es unglaublich verspielte und sphärische Interludes und Ausflüge in spannende Vocal-Kollaborationen. Das Ergebnis ist schon mit dem Sound von Moderat zu vergleichen, doch gleichzeitig ist hier ein deutlich darkerer Vibe zu spüren, der beim Zuhören richtig Spaß...

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Joris Voorn – \\\\ (Four) (Spectrum Music / BMG)

  Der Niederländer Joris Voorn bringt vor allem die Clubfloors zum Tanzen, doch auch als herkömmlicher Musiker zeigt er Talent. Seine letzten drei Alben waren bereits ein Riesenerfolg, nun folgt der vierte Langspieler. Auf den 14 Tracks, und mit Features von Lazarusman, Underworld, HÆLOS und Michiel Borstlap, überzeugt er mit verschiedensten Einflüssen aus aller Welt und einer gesunden Mischung aus energetischen und nachdenklichen Teilen. Auch klangtechnisch wirkt das Ganze sehr rund und ausgereift. Synthetische Klänge, wie ratternde Arps oder weite Flächen, wurden mit akustischen Sounds von Klavier und Gitarre professionell ausbalanciert. 10/10 Lukas Bulla...

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Oliver Koletzki – Fire In The Jungle (Stil Vor Talent)

Knapp zwei Jahre nach seinem letztem Solo-Longplayer „The Arc Of Tension“ legt Oliver Koletzki mit dem sehr erfrischenden Album „Fire In The Jungle“ nach. Dies ist noch detailverliebter und virtuoser als der Vorgänger. Schöne Kollaborationen mit Acts wie Aparde, Monolink oder Township Rebellion bezaubern mit exotischem Flavour und fröhlichen Vibes. Dabei sind soulig-warme Grooves, drückende House-Bomben, sphärische Flächen und technoidere Klänge, sodass das Album auch bei einer Listening-Session daheim nie langweilig wird. Der Berliner hat sich als Producer hörbar weiterentwickelt und macht Lust auf den nächsten Sommer! 8/10 Big...

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Less – Stranger (Freude am Tanzen)

Oft, so scheint es, ist das Visuelle dem Auditivem weit überlegen, wenn es um das Storytelling geht. Man kann sich auf klare Bilder berufen, während Musik immer sehr abstrakt und weit hergeholt wirkt, wenn man eine Geschichte erzählen will. Auf Freude Am Tanzen kommt dieser Tage der neue Longplayer des Thüringer DJs Less, der uns in eine ganz eigene Welt mitnimmt: Cineastische Ambient-Landschaften, inspiriert von Sci-Fi-Blockbustern wie Blade Runner, erzählen uns Geschichten aus einer anderen Welt. Man kann erahnen, welche Bilder Less beim Produzieren der sehr intensiven, mächtigen Sounds im Kopf hatte. Imposante Synth-Bläser, herumwirbelnde Noise-Texturen und mannigfaltige, überdimensionale...

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Planetary Assault Systems – Live At Cocoon Ibiza (Cocoon)

Als Teil des Line-ups anlässlich der Jubiläumssaison von Cocoon auf Ibiza kam ein Mitschnitt von Planetary Assault Systems zustande, bestehend aus insgesamt 13 Tracks. Die Hardware-Live-Performance startet mit dem ca. drei Minuten langen Intro „Angel Of The East“ wie eine Reise in die Weiten des Weltraums. Das anschließende brandaktuelle „Peru Drift“ knüpft an diese unendlichen Klangräume an und gibt einen Einblick in Luke Slaters gegenwärtiges Schaffen auf Ostgut Ton. Die Übergänge gestalten sich aus technischer Sicht im Rahmen der Möglichkeiten; mal werden Teile des Grooves stumm geschaltet oder rausgefadet, mal gefiltert, so dass alles wie bei einem DJ-Mix zu...

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Trentemøller – Obverse (In My Room)

Anders Trentemøller verbindet in seinem neuen Werk die charmante skandinavische Ästhetik, die wir schon in seinem letzten Release „Harbour Trips Vol. 2“ gehört haben, mit überdimensionalen cineastischen Momenten und kleinteiligem Sounddesign. Das Ergebnis ist eine schräge und wundervolle Mischung aus Pop und Elektronik, die sehr verwunschen, sphärisch und unvorhersehbar daherkommt. Oft entwickeln die Instrumente schon so einen starken Sog in die Klangwelt des Musikers, dass man gar nicht mehr mit Vocals rechnet – doch diese kommen oft genau an der richtigen Stelle und bringen den Song nochmal auf ein höheres Level. Und so findet man hier verschwurbelte Synthie-Interludes in...

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Meute – Live in Paris (TUMULT)

Im Laufe ihrer ausverkauften Europa-Tournee entstand dieses bezaubernde Release: Everybody´s Darling MEUTE recordete ein Live-Album mit 17 Tracks ihrer Spielmannszug-Version von Techno. Mit dabei natürlich „You & Me“, aber auch Klassiker wie „Gula“, „Hey Hey“, „Acamar“ oder „Customer Is King“. Besonders der Live-Vibe springt auf den Aufnahmen sofort über, sodass man sich beim Hören in der Crowd wiederfindet. Die Stimmung ist während des ganzen Albums absolut elektrisierend und somit ein guter Querschnitt, was die coolste Blaskapelle der Welt bisher erschaffen hat. Ein Muss für jeden MEUTE-Fan. 9/10 Basti...

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