Ich habe mich für die 2000er entschieden, weil ich 1984 geboren wurde und ab 2000 somit langsam meine persönliche Freiheit begann: Feiern, Alkohol trinken, Rauchen. Auch meine Liebe zur elektronischen Musik entwickelte ich zu diesem Zeitpunkt. Durch meinen Bruder – ein „Techno“-Kind der frühen 90er – erhielt ich einen einfachen Zugriff auf Plattenspieler, Mixer und Musik, was den Grundstein meiner Karriere bildete. Unsere ersten (illegalen) Raves veranstalteten wir im Eventraum unserer Schule. An den Wochenenden zogen wir von Club zu Club: Poison, Tor 3, Butan, Dockland und das Bootshaus gehörten zu den üblichen Destinationen. Für mein Studium zog ich dann nach Berlin, wo sich logischerweise völlig neue Welten für mich öffneten. Nach kleineren Jobs für DJ T. und das Label Get Physical folgte mein erstes Release (ein Remix für Booka Shade) und schließlich meine Residency im Watergate – ab da nahm alles seinen Lauf.

Dein Lieblingssong:
Âme – Shiro
Für DJ T. katalogisierte und digitalisierte ich damals alte Platten. Dort stieß ich auch auf „Shiro“ von Âme … Ein großartiger Track, der mich langfristig prägen sollte.

 

Der schlimmste Song:
Samim – Heater
Ich war damals ein großer Fan von Samim-Produktionen. Von „Heater“ war ich allerdings enttäuscht. Es klang zu sehr nach Kirmes und gewolltem Hit. Zumal ging mir die Melodie bereits nach der zweiten Wiederholung auf den Keks (sorry). Das schlimmste war aber, dass ich mir Shaggys Re-Interpretation vor jedem Spiel der Fußball-EM 2008 anhören musste.

 

Deine Lieblingssoftware:
Logic 5.5.1
Nachdem ich meine Anfänge mit Fruity Loops gemacht hatte, machte mich ein guter Freund mit Emagics Logic 5.5.1 vertraut – in soundtechnischer Hinsicht ein riesiger Aha-Moment für mich. Erstmals konnte ich mit eigenen Aufnahmen wie in einem professionellen Studio arbeiten.

Dein Lieblings-Kleidungsstück:
Schwierig zu sagen, da die 2000er meiner Meinung nach in modischer Hinsicht nicht wirklich was zu bieten hatten und die Kleidungsstücke eher allesamt in die „Fauxpas“-Kategorie gehören. Ich war aber ziemlich angetan von zerrissenen Hosen und Trucker-Caps.

Dein schlimmster modischer Fauxpas:
Da gab es wohl so einige. Es war damals offenbar in Mode, jeden noch so billigen Trend mitzumachen. Besonders stolz – Achtung, Ironie – bin ich deshalb auf die blond gefärbten Spitzen meiner Irokesen-Frisur.

Dein Lieblingsfilm:
In filmtechnischer Hinsicht waren die 2000er für mich ein echtes Highlight: „American Psycho“, „L.A. CRASH“, „Departed“, „Unbreakable“ oder „No Country For Old Men“ – viele meiner Lieblingsfilme stammen aus diesem Jahrzehnt. Mein absoluter Favorit ist allerdings „Training Day“ mit Denzel Washington.

 

Deine Lieblingsserie:
Da brauche ich nicht lange überlegen: „Breaking Bad“. Sie ist die für mich innovativste und beste Serie aller Zeiten.

 

Dein persönlicher Held:
Mein Vater (R.I.P.) – Auch schon vor dem Tod meiner Mutter (2001) versuchte mein Vater alles Erdenkliche, um meinen Bruder und mich auf den richtigen Weg zu bringen. Er unterstützte uns in allen Belangen, finanzierte unter anderem mein Equipment und mein Studium. Kurz vor seinem Tod hatte ich meinen ersten Gig im fernen Ausland, wodurch ich ihm zeigen konnte, dass sein Vertrauen und seine Unterstützung sich gelohnt hatten.

Deine Jugendsünde:
Meine Führerscheinprüfung hatte ich schon vor meiner Volljährigkeit bestanden. Zwei Wochen vor meinem 18. Geburtstag fasste ich den geistreichen Entschluss, acht (!) meiner Kumpels mit dem Auto meines Vaters (sechs Sitze) morgens um sechs Uhr nach Hause fahren zu müssen.

 

Noch mehr Flashback:
Cisco Ferreira (The Advent/G-Flame – Flashback in die 80er
Ascii.Disko – Flashback in die 90er
Nico Stojan – Flashback in die 90er
Michael Mayer – Flashback in die 80er

youANDme – Flashback in die 90er
Alan Braxe – Flashback in die 70er
Lauer – Flashback in die 90er
Cari Lekebusch – Flashback in die 90er
Dompe – Flashback in die 90er
Sandrien – Flashback in die 80er
Dan Ghenacia – Flashback in die 80er
Niko Schwind – Flashback in die 90er