Alles nur Fassade? DJ kritisiert FLINTA*-Heuchelei & Quotenbooking

V:SONNTAG ist DJ sowie Initiatorin der Reihe 𝒇𝒐𝒄𝒖𝒔:, durch die FLINTA* Artists mehr Sichtbarkeit bekommen sollen.

Aus diesem Grund wendete sich die Künstlerin nun auch an die Öffentlichkeit mit einem ausführlichen Statement verteilt auf mehrere Insta-Slides. Darin erzählt sie von negativen Erlebnissen in der Szene und prangert den Umgang mit der FLINTA-Szene an.

Im Kern kritisiert sie, dass Bookings oft nur Quoten würden, den Veranstaltern aber nicht wirklich daran gelegen sei, Veränderung herbeizuführen. Subkulturen würden sich nur noch Follower-Zahlen, Likes und Ticketverkäufen unterordnen.

„Subkultur kann nicht überleben, wenn sie nur einer kapitalistischen Logik folgt“, schreibt sie und fordert: „Hört auf überall mitzuspielen und alles zu akzeptieren. Unterstützt Künstler über Zahlen hinaus, schafft Raum für neue Namen.“ In den Kommentaren erfährt sie zu zum Großteil Rückhalt.

„Ich stimme ich zu 100 % zu“, schreibt ein Kommentator. „Es wirkt so, als ginge es nur darum, eine Quote zu erfüllen, und nicht wirklich darum, die Künstler zu unterstützen. Ich spüre kein echtes Interesse seitens der Entscheidungsträger der Szene, echte Veränderungen herbeizuführen.“

Viele Menschen aus der Szene sehen hinter solchen Events auch eine Art Ablenktaktik, um dahinterstehende Machtstrukturen aufrechtzuerhalten. „Das DJ Game verdirbt mir leider zu oft den Spaß an der Sache, die ich liebe“, schreibt ein weiterer User auf Instagram.

V:SONNTAG ist sich sicher: „Wenn wir nicht darüber sprechen, wird sich nichts ändern. Vielfalt ist kein Marketinginstrument. Seine Meinung zu sagen, sollte einem keine Chancen kosten. Hört auf, Menschen nur als Alibifiguren zu benutzen. Macht es besser.“

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