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Wenn Mitte Oktober erneut die gesamte Musikszene Richtung Niederlande reist, steht eine Stadt Kopf: Amsterdam. 2015 feierte das Amsterdam Dance Event sein 20-jähriges Bestehen und das, so ließen die Veranstalter verlauten, mit großem Erfolg. So tummelten sich in den kleinen Gassen und Straßen Amsterdams 365.000 Besucher und rund 5.500 Künstler und Fachleute der gesamten Musikbranche. In der stärksten Nacht tanzten gleichzeitig 180.000 Fans zu elektronischer Musik und machten die 20. Ausgabe des ADEs somit auch zur bisher größten.


Auch in diesem Jahr soll es natürlich nicht weniger wild zugehen. Über 450 Events in mehr als 115 Venues sollen Musikliebhabern aus aller Welt ein unvergessliches Erlebnis bereiten. Eröffnet wird das ADE in diesem Jahr von keinem Geringeren als Henrik Schwarz, der zusammen mit dem Metropole Orkest das Scripted Orkestra formt. Auch wenn sie in diesem Jahr erstmalig auf dem ADE zu sehen sein werden, sind Metropole Orkest keine Unbekannten: Sie arbeiteten bereits zusammen mit Basement Jaxx, Junkie XL und gerade erst mit Squarepusher. Schwarz auf der anderen Seite ist natürlich kein neuer Name im Programm – neu ist die Kollaboration. Zwar hat Henrik Schwarz bereits mit einigen Orchestern zusammen gearbeitet, was er aber mit Metropole Orkest auf die Beine stellen will, ist auch für ihn ein neuer Schritt. „Bisher habe ich nur mit Orchestern gearbeitet, die sich vor allem auf klassische Musik konzentrieren“, erzählt Schwarz. „Metropole fokussiert sich jedoch mehr auf Jazz und Pop. Und ich bin mir sicher, sie können auch Techno und elektronisch inspirierte Musik spielen. Es ist natürlich wichtig, dass die Musiker erfahren sind mit synkopierter Musik.“

Erstmals in diesem Jahr präsentieren die Organisatoren die „weltgrößte Pyjamaparty”: ADE SLEEP/OVER dient als temporär angelegter Campingplatz, der auswärtigen Besuchern Unterkünfte in verschiedenen Preisklassen bietet. Ein altes Werftgelände, nicht weit vom Hauptbahnhof gelegen, dient als urbaner Schlaf- und Spielplatz, der neben Schlafmöglichkeiten auch ein breites Programm an Lesungen und Partys bietet. Ein Highlight der neuen Festivaloase wird das Dockyard Festival am Samstag. Mit Acts wie Egbert, Art Department, Monika Kruse oder Fur Coat stellt das Dockyard Festival das einzige Outdoor-Festival des diesjährigen ADEs dar. Weitere Highlights im vielfältigen musikalischen Programm sind in diesem Jahr u. a. das NGHTDVSN ADE Special am Freitag im Het Sieraad mit Max Cooper, Kiasmos, Extrawelt und Stephan Bodzin oder das Afterlife at Loveland Special im Mediahaven am Donnerstag mit Âme, Rødhåd, Dixon und Mind Against.

Auch neu in diesem Jahr ist ADE Live. Die drei Venues Melkweg, Paradiso und Sogar Factory präsentieren am Donnerstag- sowie am Freitagabend ein fulminantes Live-Programm. ADE Live richtet sich vor allem an aufstrebende Künstler, die durch dieses neue Konzept die Chance erhalten, ihre Live-Fähigkeiten einem größeren Publikum zu präsentieren. Musikliebhaber bekommen so die Möglichkeit, versteckte Talente zu entdecken, und Booker, diese zu fördern.

Neben dem musikalischen Programm hat sich auch der sogenannte ADE Playground als eine feste Größe etabliert. Überall in der Stadt finden Gäste Aktionen, Screenings oder Präsentationen, die sich rund um das Thema Lifestyle innerhalb der elektronischen Musikszene drehen – ob es nun der DJ im Frühstückscafé um die Ecke ist, der spontane Rave im Rotlichtviertel oder die Hardwarepräsentation im Keller eines Wohnhauses. ADE Playground mit seinen überraschenden Pop-up-Stores bietet ein vielfältiges Programm, das sich über ganz Amsterdam verteilt.

Auch die an das Festival angeschlossene ADE Conference ist ein wichtiger Bestandteil des Programms. Ein neues Format innerhalb der Konferenz soll vor allem die unterschiedlichen Kulturen der Welt zusammenbringen, aber auch deren musikalische Interessen vergleichen und Europäern einen authentischen Einblick in verschiedene Kulturen geben. Den Start machen in diesem Jahr Experten aus Indien und Lateinamerika. Wie hat elektronische Musik diese beiden Märkte beeinflusst, was sind die Unterschiede, wie sieht die Szene aus und inwiefern werden Talente in diesen Regionen gefördert? All diese Aspekte sollen Experten bei der neuen Reihe „The Continent Sessions” evaluieren. Auch das der Konferenz untergeordnete Konzept von ADE Next erfährt in diesem Jahr eine wichtige Neuerung. Nicht nur dass hier neue und aufstrebende DJs, Künstler und Produzenten sich miteinander vernetzen und diskutieren können, ADE Next gibt neuen Talenten die einmalige Chance, ihren Track von Luca Pretolesi, dem Soundguru hinter Acts wie Diplo, Lil John oder Snoop Lion, mastern zu lassen. Auch das berüchtigte Demolition Panel mit Dave Clarke ist am Festival-Samstag wieder vertreten. Seit nun 20 Jahren bietet es eine Plattform für junge Produzenten, ihre Tracks einem breiten Publikum sowie einer prominenten Jury zu zeigen und direkt unverblümte Kritik oder auch großes Lob zu erfahren.

Ein besonderes Highlight für alle, die lieber tagsüber feiern gehen oder auch gar nicht schlafen, ist der Breakfast Club. Nach drei Editionen im Closure zieht er nun ins RADION. Hier darf sowohl Samstag als auch Sonntag bereits ab 7:00 Uhr morgens zu Namen wie DVS1, Levon Vincent, Minilogue oder Blind Observatory gefeiert werden, nachdem man sich im Foyer des Clubs sein wohlverdientes und nahrhaftes Frühstück gegönnt hat.

19.–23.10.2016 // Amsterdam, Niederlande
Line-up: Agoria, Andhim, Bart Skils, Ben Klock, Chris Liebing, Daniel Miller, Dubfire, Ellen Allien, Etapp Kyle, Extrawelt, Fedde Le Grand, Floorplan, Gerd Janson, Gregor Tresher, Henry Saiz, Hot Since 82, Ida Engberg, Jamie Jones, Jeff Mills, Jennifer Cardini, Karotte, KiNK, Mathew Jonson, Michael Mayer, Miss Kittin, Monika Kruse, Noisia, Raresh, Ricardo Villalobos, Richy Ahmed, Robert Hood, Roman Flügel, Russ Yallop, Sandrien, Secret Cinema, Slam, Speedy J, Stephan Bodzin, Sven Väth, The Advent, Tube & Berger u. v. a.

www.amsterdam-dance-event.nl

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