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Die Vermietungs-Plattform von privaten Zimmern und Wohnungen, Airbnb, ist eine günstige und mittlerweile sehr beliebte Alternative zum klassischen Hotel. Was bei den einen das Portemonnaie entlastet oder sogar füllt, ärgert vor allem die Städte und Verwaltungen. Nun hat auch Amsterdam, derzeit ein absoluter Touristen-Hot-Spot, sich dazu entschieden das Vermieten über die Plattform rechtlich zu verbieten.

Davon betroffen sind einige Innenstadt-Stadtteile der niederländischen Hauptstadt. Grund dafür ist die steigende Tourismus-Menschenmasse, die die Stadt nahezu überflutet und sie aus dem Gleichgewicht bringt. Bewohner kennen ihre ständig wechselnden Nachbarn nicht mehr und fühlen sich angegriffen. Dieses Jahr wird eine Top-Zahl von 18 Millionen Menschen erwartet, was auch bei den letzten Stadtwahlen ein großes Thema war. Die neuen politischen Parteien Amsterdams wollen sich nun dafür einsetzen den Tourismus einzudämmen und zu reformieren, um die Lebensqualität der Einwohner zu erhöhen und auch den Wohnungsmarkt zu entlasten.

Dazu verhelfen soll laut dem neuen Koalitionsvertrag eine Erhöhung der Tourismussteuer auf 7 Prozent, die Umleitung von Kreuzfahrtschiffen, die Reduktion von Angeboten wie Boot-, Segway- oder Bierfahrradfahrten und das Verbot kurzfristiger Airbnb-Wohnungsvermietungen in beliebten Gegenden. Außerhalb dieser Spots soll das Vermieten nur noch maximal 30 Tage möglich sein, denn aktuell übernimmt die Plattform bis zu 15 Prozent der Zimmervermittlungen. Von dem Verbot betroffen sein könnten auch Besucher der legendären Clubszene, des Drumcode-, Dekmantel- und Loveland Festivals, des ADEs, der Awakenings und vielen weiteren Veranstaltungen der elektronischen Musikszene. Ibiza hat ein solches Verbot schon durchgesetzt, während Berlin aufgrund von rechtlichen Umständen daran scheiterte.

 

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