Brett, bretter, the brettest. Ungefähr so lautete im letzten Jahrtausend die Steigerungsform für strammen Techno. Ab 1996 gingen nicht wenige der Tracks auf die analoge Kraft des Waldorf Pulse zurück. Ein vergleichsweise günstiges, monofones Dreckstück, bei dem schon die Preset-Sounds praktisch mit jedem Schuss einen Volltreffer  lieferten. Im Weiteren schließlich editier- und speicherbar über ein intelligentes Matrixkonzept.

Zehn Jahre nachdem der letzte Pulse das Produktionsband verließ, folgt in diesem Sommer der Nachfolger „Pulse 2“. Deutlich schicker als der Rackknüppel damaliger Tage zeigt sich das Gerät im Waldorf-aktuellen Desktop-Design und lässt sich auch über USB ins Setup integrieren. Kompromisslos retro ist der deutsche Kulthersteller indes beim Klang geblieben. Denn mit drei echt analogen Oszillatoren und Noise Generator läuft der monofone Beißer tatsächlich zur alten Hochform auf. Kaskaden-Filter (24-/12-dB LP und 12-dB HP/BP) sowie Filterfrequenz- und Ring-Modulation machen auch den „2er“ zum  echten Freudenspender für Klangformer.  Die Zahl an Soundprogrammen wurde folglich fast verzehnfacht, sogar  Vier- bzw. Achtstimmigkeit kann der Synth dank „Paraphonic“-Mode zumindest simulieren. Monofonie ohne jede Monotonie für 549 EUR.

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