bratten_gode
Drei Jahre lang hat der Norweger an seinem zweiten Album gefeilt. Wahrscheinlich ist „Gode“ deswegen so facettenreich geworden. Ambient-Tupfer, düstere Synthie-Sounds und ein Hauch von Klassik. In allen Momenten trieft aber die skandinavische Melancholie aus den Kompositionen heraus, sodass sich die Tracks deutlich von denen der diesjährigen EP „Math Ilium Ion“ abgrenzen. Auf „Gode“ liegt der Fokus jedenfalls auf eher düsteren Spannungsbögen mit viel Percussion. Auch wenn hin und wieder satte Beats pulsieren. Dass Bratten sogar seine Landsfrau Susanne Sundfør für einen Gastauftritt gewinnen konnte, spricht für seinen Ruf als versierter Produzent. Highlights dieser abwechslungsreichen wie auch dichten Platte: Der herrlich vor sich her flie- ßende Titeltrack, die verfrickelten Beats auf „Space Between Left & Right“ und das verhallte Piano-Outro. 8/10 Kressmann