Anschlag auf CSD: Berliner Clubcommission veröffentlicht emotionales Statement

Nachdem beim diesjährigen Christopher Street Day in Berlin ein Auto in eine Menschenmenge fuhr und dabei mindestens einen Mensch tötete, meldet sich die Berliner Club Commission mit einem öffentlichen Statement zu Wort.

Man sei zutiefst erschüttert und entsetzt und trauere um die Person, die bei dem Angriff ums Leben gekommen ist. „Unsere Gedanken sind bei denen, die jetzt noch um ihr Leben kämpfen, sowie mit allen, die gestern Traumatisches erleben mussten.“

Man stehe in Solidarität an der Seite der „gesamten queeren Community“ der Stadt und darüber hinaus. Der CSD sei ein Ort der Sichtbarkeit, des Zusammenhalts, der Solidarität und des selbstbestimmten Lebens. Im weiteren Verlauf äußert die Club Commission Berlin Kritik.

„Diese Tat steht nicht allein. Seit Jahren erleben wir in Deutschland und weltweit eine besorgniserregende Zunahme von Angriffen auf queere Menschen, Veranstaltungen und Schutzräume, während Strukturen zur Förderung queerer Sicherheit und Bildung weiter abgebaut werden.“

Auch in der deutschen Hauptstadt würden queere Clubs, Kulturorte und Veranstaltungen immer wieder Zielscheibe von Drohungen, Hass und Gewalt. Dies sei eine Entwicklung, die nicht hingenommen werden dürfe.

„Queere Räume sind unverzichtbare Orte der Gemeinschaft, der Kultur und der Freiheit. Sie müssen konsequent geschützt werden. […] Clubkultur und queeres Leben sind untrennbar miteinander verbunden.“

„Diese Taten haben nur einen Zweck: Sie wollen unsere Gesellschaft spalten, sie wollen uns das Wichtigste nehmen, was wir haben, nämlich unsere Offenheit und unsere Freiheit“, kommentierte Bundeskanzler Friedrich Merz den Anschlag, während seiner Teilnahme an einem Gedenkgottesdienst.

Update: Mittlerweile berichten mehrere Medien darüber, dass der mutmaßliche Tatverdächtige nach bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen sei. Demnach nehme die Bundesanwaltschaft nun Ermittlungen auf.

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