Anschlag in Solingen: DJ Topic meldet sich zu Wort

Ein Auftritt, den Tobias Topic nie vergessen wird. Der als DJ Topic erfolgreiche EDM-Künstler spielte am vergangenen Freitag, den 23. August 2024, beim 650. Jubiläum seiner Heimatstadt Solingen, während ein Mann mit einem Messer willkürlich auf Besucher einstach und anschließend flüchtete.

Noch in derselben Nacht, wenige Stunden nach den Angriffen, meldete sich der 32-Jährige auf Instagram, vom Hause seiner Eltern aus, zu Wort. Selbstredend war der gebürtige Solinger schwer ergriffen.

„Während meines Auftritts kam das Sicherheitspersonal der Stadt zu mir und bat mich, weiterzuspielen, um eine Massenpanik zu vermeiden, da bereits Menschen durch einen Messerstecher getötet worden waren“, so Topic.

„Also spielte ich weiter, auch wenn es unglaublich schwer war. Nach etwa 10-15 Minuten wurde die Musik schließlich abgestellt, und die Leute wurden über den Vorfall informiert.“ Zwei Männer (67 und 56) und eine Frau (56) starben durch die Angriffe, acht weitere wurden teils schwer verletzt.

„Da der Angreifer immer noch auf der Flucht war, versteckten wir uns in einem nahen gelegenen Geschäft, während Polizeihubschrauber über uns kreisten. Ich kann es immer noch nicht fassen“, berichtet Topic.

Es hätte ein kostenloses Fest für alle sein sollen. „Wirklich enge Freunde von mir waren mit ihren kleinen Kindern dort. Ich schreibe dies alles, während ein Hubschrauber über dem Haus fliegt, in dem ich als Kind aufgewachsen bin, in einer kleinen Stadt in Deutschland. Was geschieht mit dieser Welt?“

Kollegen wie Moguai, Laidback Luke, Benny Benassi, Hugel, Korolova, Frank Sonic, Nervo, LUNAX und Sam Feldt bekundeten in den Kommentaren ihr Beileid und Mitgefühl, aber auch Promis aus anderen Bereichen, wie z.B. Roman Weidenfeller, Nico Santos, Dagi Bee oder Ray Dalton.

Auch unsere Redaktion möchte allen Angehörigen und Betroffenen ihr Mitgefühl und Beileid aussprechen. Tobias Topic selbst hat Presse und Reporter gebeten, sich nur per Mail an ihn zu wenden und von persönlichen Interviews vor Ort abzusehen.

Quelle: Instagram

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