
Der geplante Auftritt der palästinensischen DJ Sama’ Abdulhadi beim Habitat-Festival in Hamburg sorgt für politische Kritik. Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung, hat die Einladung der Künstlerin öffentlich beanstandet und die Veranstalter aufgefordert, ihre Entscheidung zu überdenken.
Klein bezieht sich dabei auf Social-Media-Beiträge der DJ, in denen sie den Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 als „palästinensischen Widerstand“ bezeichnet haben soll. In einem Statement gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe wirft er Abdulhadi vor, ein „hochgradig polarisierendes, antisemitisches Weltbild“ zu vertreten. Er fordert die Festivalverantwortlichen auf, „ein deutliches Zeichen gegen Hass und Hetze zu setzen“.
Grundsätzlich sieht er eine wachsende Problematik im Kulturbereich. Es bereite ihm „große Sorge“, wenn Künstlerinnen und Künstler ihre Reichweite nutzten, um politische Feindbilder oder Hassbotschaften zu verbreiten. Besonders in der Festival- und Clubszene sei es wichtig, klare Grenzen zu ziehen.
Die Veranstalter des Habitat-Festivals haben sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Ob der Auftritt wie geplant stattfinden wird, ist derzeit offen.
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