
Dass nicht jeder Freude an Outdoor-Musikveranstaltungen am späten Abend findet, bewies ein Anwohner in Ribnitz, Mecklenburg-Vorpommern: Er bedrohte den DJ und wollte die Kabel des DJ-Pults durchschneiden.
Im Sommer ist Outdoor-Saison. Zahlreiche Events erfreuen Gäste auch bis in spätere Stunden hinein unter freiem Himmel. Doch nicht alle Menschen finden Gefallen daran. In Zweibrücken schrieb ein verärgerter Anwohner einen offenen Brief gegen eine Techno-Bühne am dortigen Stadtfest, in Berlin startete ein lokaler Sportbund eine Petition gegen elektronische Musikevents im Strandbad Grünau.
Auch im Hohen Norden sorgte eine Musikveranstaltung ohne schützende Indoor-Wände für Stress. Eigentlich handelt es sich beim Hafen Ribnitz um einen malerischen, idyllischen Ort. Am Dienstagabend spielte dort jedoch ein DJ – auch um 23 Uhr noch, dabei gilt in Deutschland ja ab 22 Uhr Nachtruhe.
Das war wohl zu viel des Guten für einen 67-jährigen Anwohner. Anstatt das Ordnungsamt zu rufen oder eine Petition zu starten, wollte er dem DJ kurzen Prozess machen: Und mit einem Kabelschneider die zum DJ-Equipment führenden Kabel abtrennen. In der Folge kam es zu einer Auseinandersetzung mit dem 31-jährigen DJ, bei der der ältere Beteiligte dem Musikspielenden auch gedroht haben soll.
Sein Vorhaben gelang dem Bewohner nicht, stattdessen ermittelt die Polizei nun gegen ihn, aufgrund des Verdachts der Bedrohung. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall laut Aussage der Polizei niemand.
Quellen: Süddeutsche Zeitung, Ostsee-Zeitung