
Aphex Twin verzeichnet aktuell mehr monatliche YouTube-Hörer als Taylor Swift.
Laut YouTube Music kommt der Produzent aus Cornwall auf 448 Millionen monatliche Hörer, während Swift bei 399 Millionen liegt. Auf die Besonderheit machte DJ und Resident-Advisor-Autor RamonPang am 15. Januar aufmerksam.
Die Zählweise von YouTube Music berücksichtigt dabei nicht nur Aufrufe offizieller Videos, sondern auch passive Nutzungen in YouTube Shorts. In klassischen Charts liegt Aphex Twin mit 5,1 Millionen Hörern deutlich niedriger, bleibt aber weiterhin stark vertreten.
Der enorme Ausschlag entsteht vor allem durch virale Kurzvideos. Als Hauptgrund gilt der Track „QKThr“ aus dem Album „Drukqs“ von 2001. Der Song wird seit geraumer Zeit als Hintergrundmusik für zahlreiche Videos genutzt, darunter Corecore-Edits, Meme-Clips, Hopecore-Inhalte und experimentelle Internetformate, was seine Reichweite massiv erhöht.
Der Autor geht davon aus, dass die anhaltende Präsenz von „QKThr“ langfristige kulturelle Effekte haben könnte. Er stellt die Frage, ob Generation Z und Alpha künftig Nostalgie für den Track entwickeln werden, obwohl sie lange nach der Veröffentlichung von „Drukqs“ geboren wurden.
Aphex Twin und Taylor Swift wurden bereits früher ungewöhnlich miteinander verbunden. 2023 sorgte eine Presserei-Verwechslung dafür, dass „Speak Now (Taylor’s Version)“ fälschlich als Compilation mit Aphex Twin, Matthew Herbert und The Black Dog ausgeliefert wurde, was zu zahlreichen irritierten Fanreaktionen führte (FAZEMag berichtete).
„Ich erinnere mich auch an viele frühe seltsame YouTube-Videos, in denen Tracks von Aphex Twin verwendet wurden. Und Salad Fingers, das einen Track von Boards of Canada verwendet. Es ist immer wieder lustig zu sehen, wie IDM an seltsamen Orten auftaucht“, schreibt ein User auf Instagram und ist damit nicht alleine.
„Wer hätte gedacht, dass dieser Track für viele Menschen der Einstieg in Aphex Twin sein würde“, schreibt ein weiterer User. „Obwohl ich immer das Gefühl hatte, dass er angesichts der Bandbreite seiner Musik irgendwann einem breiten Publikum bekannt werden würde.“
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Quelle: Resident Advisor
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