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Es gibt nicht viele Künstler, die ihr Handwerk so beherrschen wie Apparat. Er erschafft elektronische Musik, in der man sich gänzlich fallen lassen kann. Sein neues Album „LP5“ ist Sascha Rings erste Soloveröffentlichung seit „Krieg und Frieden (Music for Theatre)“ aus dem Jahr 2013. Das neue Album ist erhaben und zart zugleich. Es findet Größe in kleinen Dingen und in unerwarteten Wendungen, es fügt musikalische Fragmente zusammen und leuchtet aus den Rissen dazwischen: Ohne Frage ist dies Sascha Rings bisher bestes Werk. Für ihn ist es auch das Dokument einer künstlerischen Erkenntnis und Autonomie.

„Ich habe die Platte nur deswegen so machen können, weil es Moderat gibt“, sagt er: „Weil ich in dieser Band eine große Bühne besitze und ein Medium für die großen Gesten – darum konnte ich Apparat als Projekt von diesem Anspruch entlasten. Ich bin nun sicher: Ich muss hier keine großen Pophymnen schreiben; ich kann mich in die Details versenken und in die Strukturen.“ Hymnisch ist diese Musik trotzdem, aber sie lebt nicht von der dramatischen Geste und der dramaturgischen Eskalation, sondern von zart ziselierter Klangknisterei und filigranem Fiepen und Fitzeln. Auch im Vergleich zu den bisherigen Apparat-Alben ist sie gleichsam komplexer und minimalistischer geworden. „Ich wollte eine kleine Platte machen“, sagt Sascha Ring, „das habe ich auch allen Beteiligten gesagt, dass sie nicht groß denken sollen. Pathos ist verboten!“

Das Album erscheint am 22.03.2019 auf Mute Records.

Tracklist:
01 VOI_DO
02 DAWAN
03 LAMINAR FLOW
04 HEROIST
05 MEANS OF ENTRY
06 BRANDENBURG
07 CARONTE
08 EQ_BREAK
09 OUTLIER
10 IN GRAVITAS

 

 

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