APPLAUS-Award 2024 – Auszeichnung für Clubs und Eventreihen

Zum bereits elften Mal verleiht Kulturstaatsministerin Claudia Roth am 20. November den APPLAUS-Award, der Auszeichnungen und Dotierungen in Höhe von 1,6 Millionen Euro für Livemusikspielstätten und Konzertreihen vorsieht. Der Award gilt als Signal der Wertschätzung und Unterstützung der Clubkultur in ganz Deutschland und belohnt das unermüdliche Engagement und kreative Streben der Kulturszene. Als Austragungsort der Preisverleihung wird in diesem Jahr erstmals die Hansestadt Rostock mit ihrem Volkstheater dienen, wo eine Hauptjury und eine Fachjury, bestehend aus 18 Persönlichkeiten der Musik- und Livebranche, über die diesjährigen Preisträger*innen entscheidet.

„Wir freuen uns auf Rostock als Austragungsort in diesem Jahr. Großartige Orte wie das Peter-Weiss-Haus, das im vergangenen Jahr mit dem Hauptpreis in der Kategorie ‚Beste Livemusikspielstätten‘ ausgezeichnet wurde, sind Teil der engagierten Club- und Spielstättenlandschaft Deutschlands. Genau dieses Engagement wollen wir mit dem APPLAUS honorieren und freuen uns deshalb, dieses Jahr in Mecklenburg-Vorpommern präsent zu sein”, erklärte die Geschäftsführerin der Initiative Musik, Katja Lucker, im Vorfeld der Preisverleihung im Volkstheater der Stadt.

In Zeiten, in denen sich Involvierte der Kulturbranche zusehends mit wachsenden Herausforderungen wie etwa steigenden Preisen, gecancelten Touren und einem anhaltenden Clubsterben auseinandersetzen müssen, wird dem APPLAUS-Award als Organ zur Unterstützung der Beteiligten eine immer zentralere Rolle zuteil. Auch wenn die Corona-Pandemie mittlerweile für beendet erklärt wurde, kämpft die Szene weiterhin mit deren Auswirkungen und steht vor teils existenziellen Problemen. Der APPLAUS-Award soll den persönlichen Einsatz und die finanzielle Risikobereitschaft der Akteur*innen belohnen und schüttet deshalb Preisgelder von bis zu 50.000 Euro an Musikclubs und Veranstaltungsreihen aus. Allein in den letzten drei Jahren wurden 315 Auszeichnungen verliehen, wodurch Spielstätten im ganzen Land mit einem Gesamtwert von 7,5 Millionen Euro unterstützt wurden.

Kulturstaasministerin Claudia Roth mit Minister Falko Mohrs während des APPLAUS-Awards 2023

Die Verantwortlichen des Gewölbe in Köln, die 2022 in der Kategorie „Beste Livemusikprogramme“ ausgezeichnet wurden und ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro erhielten, erklärten damals: „Unsere neue Reihe ,Samaia‘ ist einmal monatlich donnerstags und gibt ausschließlich jungen FLINTA*-Künstlerinnen eine Bühne. Durch das APPLAUS-Preisgeld ist es uns möglich, trotz des geringen Eintrittsgeldes, das zwischen 5 und 10 Euro liegt, dennoch auswärtige Künstlerinnen einzuladen und Reise- und Hotelkosten neben der Gage zu zahlen.“

Wie bedeutsam der Award für Spielstätten und Veranstalter*innen ist, weiß auch Eva-Maria Kröger, Oberbürgermeisterin der Hansestadt Rostock: „Der APPLAUS-Award macht einmal mehr deutlich, wie wichtig Livemusik und Locations sind, die sie ermöglichen. Dass die Preisverleihung in diesem Jahr bei uns in Rostock stattfindet, ist ein Ansporn für uns, die Belange von Musikspielstätten und Veranstalter*innen bei unserer kommunalen Kulturförderung ausreichend zu berücksichtigen. Aber es ist natürlich auch ein großes Kompliment für Rostocks vielfältige Kulturlandschaft und für alle, denen kulturelle Angebote am Herzen liegen.“

Die Preisträger*innen werden am 20. November von einer Jury aus 18 Expert*innen ermittelt, die sich in eine Hauptjury, eine Fachjury für Awareness, eine Fachjury für Inklusion und eine Fachjury für Nachhaltigkeit unterteilt. Vertreten sind zahlreiche Persönlichkeiten aus der Musik- und Kulturbranche, darunter Petra Sitzenstock von der Clubcommission, der Musikjournalist Jan Paersch, die Rapperin und Produzentin Finna, der Gründer von „Inklusion Muss Laut Sein“, Ron Paustian, und die Umweltwissenschaftlerin Helen Börü-Schepers.

Aus dem FAZEmag 153/11.2024
Credit: Kevin Münkel
Web: www.applaus-award.de