ARTE: Doku über usbekisches Burning Man Festival

ARTE veröffentlicht Kurzdoku über usbekisches Burning Man Festival. Foto-Quelle: Facebook-Seite des Festivals

Der Kultursender ARTE porträtiert in seiner Reihe Tracks bereits seit vielen Jahren spannende Künstler, Musikformate oder auch Events – auch Inhalte über die elektronische Musik sind dort oft Thema. In der neuen Ausgabe ist das Stihia Festival aus Usbekistan Gesprächsgegenstand – hier kommt das usbekische Burning Man.

Veranstaltungsort des Stihia Festivals ist der ausgetrocknete Aralsee, der allmählich in der Wüste verschwindet. Er befindet sich weit abgelegen von der nächsten Großstadt Nukus in Usbekistan. Das Happening vereint elektronische Musik, lokale Kultur, Kunst, Avantgarde und Wissenschaft. Sowohl Setting als auch Inhalt ähneln sehr dem Konzept des Burning Man Festivals aus den USA. Der Unterschied: die große Öffentlichkeit in Usbekistan kennt die elektronischen Musikklänge gar nicht, obwohl der Sowietära entsprungen. Es herrscht derzeit eine Art musikalischer Aufbruchsstimmung.

Mehr als 2500 Teilnehmer aus Europa, Zentralasien und anderen Weltregionen kamen zur diesjährigen Ausgabe, über die ARTE berichtet. Ziel ist es einerseits aufstrebenden Talenten aus der elektronischen Musikszene Zentralasiens ein Portal zu geben, zum anderen auf die ökologische Naturkatastrophe, die sich am Aralsee ereignet, aufmerksam zu machen.

Die Austrocknung des Sees stellt eine der schlimmsten Umweltkatastrophen der heutigen Zeit dar. Allmählich versiegt das Gewässer. Der Fluss Amudarja reicht nicht mehr bis zu den Ufern des Sees. Einst war der See der viertgrößte der Welt.

Die Doku von ARTE Tracks zeigt die Mischung aus elektronischer Musik und tieferen Inhalten eindrucksvoll. Unter anderem spricht der französisch-deutsche Rundfunksender dafür mit Gründer Otabek Souleymanov, den turkmenischen DJ Aya Can’t Stop sowie Produzenten und Digger Anvar Kalandarov.

Quellen: ARTE, ARTE, YouTube, Euronews, Goethe-Institut

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