
Arturia erweitert seine Software-Sparte um ein leistungsstarkes Plug-in namens Mix Drums. Das vom erfolgreichen Produzenten Emre Ramazanoglu mitentwickelte Tool widmet sich ganz der Nachbearbeitung von Drum-Sounds und setzt dabei auf eine Zweibandstruktur. Der Low-Bereich übernimmt logischerweise die tiefen Frequenzen wie Kick und Toms, während sich der Mid/High-Bereich Snare, Hi-Hats und Percussion annimmt. Beide Bänder lassen sich separat mit Distortion, Dynamikprozessoren und tonaler Klangformung bearbeiten. Dazu gehören im Bassbereich eine Op-Amp-Verzerrung und für die Höhen eine Tape-Saturation sowie ein Drive mit Trioden-Emulation. Weitere Highlights sind ein Pre/Post-Hoch-/Tiefpassfilter, Transient-Shaper für beide Bänder sowie eine intelligente Auto Input Ceiling Calibration, die vor Übersteuern schützt. Über den 3-Band-EQ lassen sich zusätzlich Rauschtexturen wie Vinyl-Knistern oder Tape-Hiss beimischen. Eine „Space“-Sektion mit Convolution-Reverb, algorithmischem Reverb und zwei Delay-Typen (digital & Tape) ergänzen schließlich räumliche Tiefe. Arturia Mix DRUMS ist als VST, AU und AAX für Windows 10+ und macOS 11+ für 98 Euro erhältlich.
In der Hardware-Sparte gibt es ebenfalls eine coole News: Den MiniFreak gibt es ab sofort mit jenem integrierten Vocoder, der bereits den MicroFreak zum Must-have machte. Die Sonderedition kommt in schickem Weiß und wird mit einem Schwanenhalsmikrofon ausgeliefert. Wichtiger ist jedoch das erforderliche Firmware-Update, das das Instrument um den 16-Band-Vocoder erweitert. Wer demnach bereits einen herkömmlichen MiniFreak besitzt, kann ihm ebenfalls den Stimmeneffektor implantieren – einzig ein Mikrofon muss separat angeschafft werden. Das Update ist kostenlos, für den MiniFreak Vocoder als neues Komplettpaket werden 619 Euro fällig.
Aus dem FAZEmag 161/07.2025
www.arturia.com