Autor: FAZE Redaktion

DJ Pierre – Acid/Jack Da Groove (BNR Trax)

Hurra, er kann es noch! Nachdem mich zugegebenermaßen die meisten DJ Pierre Produktionen und Remixe der letzten Jahre doch eher enttäuscht haben, da man einfach von einer Legende wie ihm mehr erwartet und nicht bloße Anbiederung an den Zeitgeist (was auch noch in Form von überflüssigen Aufpolierungen alter Stücke passierte), liefert er auf BNR Trax nun eine EP ab, die authentisch den Chicago Sound zelebriert. Den Exzess moderner Effektierungen braucht man hier nicht zu fürchten. „Acid“ beißt sich heftigst zwirbelnd in die Gehirnwindungen, während verzweifelte „Acid“-Shouts ertönen. „Jack Da Groove“ interpretiert das allseits bekannte Chuck Roberts Mantra neu. Das klingt für meinen Geschmack etwas zu aufgesetzt und, aber der straight stampfende Beat, die jackenden Snares und die simple wie effektive Synthline leisten extrem gute Arbeit. Angel Alanis produzierte einen Remix dazu, dessen Synthline sich am Rande des Wahnsinns bewegt. Überflüssig hingehen ist das als „Acid Beats“ getarnte Tool. 8 Points...

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Alexander Kowalski – Crossing The Borderline (Damage Music Berlin)

Kowalski bringt auf seinem Damage Music-Label einen wahren Knaller raus. „Crossing The Borderline“ ist ein Track zum schonungslosen Abfeiern. Er besticht nicht durch sein Tempo, sondern durch einen intensiven Techno-Sound, der einen ganz einnimmt. Knallige Beats, peitschende Hi-Hats und schleifende Synthies sind die Grundzutaten, die sphärische Melodie das Salz in der Suppe. Im trockenen „Ray Kaijoka Remix“ wird dem Ganzen zwar die Emotionalität genommen, aber industrieller Charme hinzugefügt. Eine zeitgemäße Bearbeitung. Den Höhepunkt der Veröffentlichung stellt der „d_func. vs Mario Berger Remix“ dar. Über einem 909-Beat breitet sich der Wahnsinn von Düstertechno aus. Die Synthies des Originals werden hier vollkommen ausgereizt und an ihre Grenzen geführt. Eine perfekte Remixarbeit. 9 points....

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DJ 3000 Presents 10 Years Of Motech (The Remixes) Part 1 (Motech)

Motech, das Label des Detroiters DJ 3000 feiert 10-jähriges Bestehen. Ein guter Anlass, einmal einen Remixreigen über die Klassiker aus dem Backkatalog niedergehen zu lassen. Vorgeschmack bietet diese erste von zwei 12inches. Im Juni dürfen wir uns dann über eine komplette CD freuen. Auf dem ersten Vinyl wird nun „Belly Dancer“ von Gerald Mitchell von DJ 3000 selbst sowie von Sascha Sonido bearbeitet. Beiden gelingt eine melodische Groove-Operation. Der Delta Funktionen 808 Mix von „Moments in Time“ ( Frankie Jucaj) euphorisiert anschließend mit authentischem Jackfaktor. Und „The Pressure“ (Franke Jucaj feat Fer BR) im Enthousiaste Gasten Remix hat schlichtweg den endlosen Tanzrausch für sich gepachtet und ist wirklich schmissig. 7 Points...

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Marc Romboy – Feelin´ (Tronic)

Die fruchtbare Romboy-Smith-Kollabo geht in eine neue Runde: diesmal legt Marc Romboy mit „Feelin´“ das Original vor und Christian Smith schustert daraus seinen Remix. „Feelin´“ lässt von Anfang an die weiblichen Vocals erschallen, Claps drücken einem die Schallwellen mitten ins Gesicht. Die Wärme der Synthies und der Soul des Gesangs fusionieren zu einem mitreißenden Techhouse-Track. Eine entspannte Acidline gibt dem Track die Extraportion Drive. Smith erhöht den Druck und überzieht alles mit technoiden Soundstrukturen. In seiner Bearbeitung stehen die Perkussions im Vordergrund, den übrigen Soundelementen des Originals wird aber trotzdem genug Platz eingeräumt. „Feelin´“ ist es wert, gehört zu...

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S100
S – 100 EP (Stockholm ltd. S1001)

Stockholm Limited bleibt seiner Linie treu. Das beweist nicht nur Labelowner Pär Grindvik mit seinen eigenen Releases, nein, auch für die Veröffentlichungen seines Labels legt er die gleichen Maßstäbe an. Das Projekt S 100 konnte bereits auf Katalognummer 022 und 023 für erste Aufmerksamkeit sorgen. So ist es nicht verwunderlich, dass die vorliegende vier-Track-EP in die gleiche Kerbe schlägt. Reduzierter, treibender Techno wird hier geboten. Das Rätsel, wer sich hinter dem Projektkürzel S100 verbirgt, wird weiterhin ungelöst bleiben. Von Ben Klock über Samuel L. Session bis hin zu Perc spielen vor allem die Helden der etwas härteren Gangart die Tracks von S100. Neben den beiden Maintracks der A-Seite „Discharge“ und Krowork“, ist auf der B-Seite der beatlose Track „Repel“ zu hören. Eine Adaption von sphärischen Klanggebilden mit einer Subbass unterlegten Melodie. Verfechter des dubbigen technoiden Sounds werden mit dem Tom Dicicco Signal 2.1 Mix von „Krowork“ auf ihre Kosten kommen. Insgesamt eine Platten mit vier verschiedenen Gesichtern. 7 Points...

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