Autor: FAZE Redaktion

Clark – Iradelphic (Warp Records/RTD)

Chris Clark meldet sich zurück. Drei Jahre nach „Totems Flare“ und einer anschließenden sehr umfangreichen internationalen Tournee präsentiert er nun „Iradelphic“ – ein verschroben schmuckes Werk. Irgendwo zwischen Songwriter, Folk und Electronica legt er seine Akkorde, schleppenden Beats und Melodien an, die munter hin und her springen. Trotz regelmäßiger Schräglagen und Disharmonien lässt er doch immer genug Platz und Raum, um mit diesen Elementen gut zurechtzukommen, sie zu verarbeiten und zu genießen. Highlight des Albums auf jeden Fall „Open“, gesungen von Martina Topley Bird....

Read More

Claro Intelecto – Reform Club (Delsin)

Claro Intelecto aus Manchester erweist sich als echter Maestro, wenn es darum geht, der speziellen Mischung aus House, Techno und Dub eine eigene Sprache zu verleihen. Sein bewundernswertes Talent leistet in diesem Zusammenhang immer wieder aufs Neue große Taten. Er erschafft mit tadelloser Präzision und Anmut elektronische Musik mit viel Gefühl und Substanz. Dies untermauert auch das mittlerweile dritte Album „Reform Club“. Denn das ist in einigen Momenten (wie etwa bei „Still Here“) so herzzerreißend schön, dass man sich mit einem Mal von wohliger Wärme erfüllt sieht und die ganze blöde Welt drumherum vergisst. 10 Points...

Read More

Black Seeds – Dust & Dirt (Proville Records/Indigo)

Mit der ”Rückkehr der Reggae Schwergewichte aus Neuseeland” umschreibt der Pressetext treffend die Rückmeldung auf das Longplayerpaket, auf das wir vier Jahre warten mussten. Schon etwas anders als sonst gewohnt klingt das Kollektiv auf “Out Of Light“. Zwar in der Downbeatregion angesiedelt, vermittelt sich dem Hörer eine schwermütige, nächtlich schimmernde Stimmung, die allerdings extrem interessant gestaltet ist. Danach ist Reggae Sound auf maximalem Niveau angesagt. Mal klassisch (“The Bend“) oder swingend modern (“Pippy Pip“) bzw. funky klingend (“Wide Open“), das ist allererste Güte, die auch bei Nicht Reggae Interessierten für eine Menge freudige Gesichts und Tanzmuskelregungen sorgt. Mehr geht nicht! 10 Points Carsten...

Read More

Battles – Dross Glop (Warp Records)

Aus „Gloss Drop“ wird „Dross Glop“. Battles haben ihr letztjähriges Album in die Remixer-Hölle geschickt, die Versionen nach und nach auf 12inches verteilt und nun komplett auf eine CD gepackt, die Mitte April erscheinen wird. Battles’ recht sperriger Sound wird hier auf mannigfaltigste Weise umgekrempelt. Den Anfang macht Gui Boratto, dessen eleganten 4/4-Takt ich sehr schätze und ebenfalls seinen Remix von „Wall Street“, der alle Falten wegbügelt, die wegzubügeln sind. Kode9 hat sich den schrillen und gebrochenen Album-Opener „Africastle“ vorgenommen – schnappt sich ein paar verspielte Samples und baute dann seinen Dubstep-Beat drunter. Gut abgestimmt und recht fluffig. Hudson Mohawke hingegen haut bei seiner Version von „Rolls Bayce“ ein orchestrales Gewitter obendrauf. Schmettert ziemlich, aber nach einer Weile wird’s schwierig. Zwiespältig stehe ich diesem Album gegenüber. Es gibt Highlights, aber auch ein paar merkwürdige Ergebnisse. 5 points...

Read More

Atom TM – Winterreise (Raster Noton)

Schneeflockengleich rieseln die Melodien hernieder. Abstrakte Maschinengeräusche wie knirschendes  Eis… „Winterreise“ ist Uwe Schmidts Vertonung einer eigenen Foto-Reihe mit gleichem Namen. Zu sehen gab es die Bilder schon in Frankfurt und Tokio. Das Booklet dieses beinhaltet ebenfalls Auszüge. Doch auch ohne diesen visuellen Überbau lässt sich die winterliche Stimmung problemlos erfassen und verinnerlichen. Titel wie „Voralpenthema“, „Tiefebene oder „Drei Schneewalzer“ tragen ihr übriges dazu bei sich klanglich aber ohne Frostbeulen in der kälteren Jahreszeit wiederzufinden. 8 Points BS...

Read More