Autor: FAZE Redaktion

Strings Of Consciousness – From Beyond Love (Staubgold)

Das Musikerkollektiv mit dem schönen Namen Strings of Consciousness hat mittels beeindruckenden, digitalen Kunstfertigkeiten und unter Einbeziehung akustischer Klangerzeuger und verschiedener Vokalisten und Gäste ein ziemlich intensives Werk entstehen lassen, dessen fünf Stücke von psychedelischen Sessions bis zu Lauscherfahrungen am Rande des Wahnsinns und Wehklagens alles bereithalten, was der abenteuerlustige Freund obskurer, verspielter Musik begehren könnte. Definitiv ein Album, das dazu verpflichtet, es mehrfach hintereinander zu hören, um seine Besonderheit vernünftig wertschätzen zu können. 7/10...

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SHRUBBN!! – Echos (Shitkatapult)

Ulli Bormans (Schieres) und Marco Haas (T.Raumschmiere) machen schon seit 15 Jahren gemeinsame Sache als SHRUBBN!! Mit „Echos“ bringen die äußerst session-erprobten Herren jetzt ihr Debütalbum heraus. Dieses veranschaulicht nicht nur eine eigenwillige Nummerierung der Tracks, es kommt auch als liebevolle Vinyl-Edition auf den Markt. Ein klares Statement. Zum musikalischen Inhalt von „Echos“ ist dieses Format natürlich äußerst kongruent. Denn ein solch deeper, dubbiger, ambientener Sound klingt doch einfach am besten, wenn eine Nadel durch Rillen fährt… Genussvoll werden pulsierende Klänge auf ausgedehnte Ausflüge durch den Raum geschickt. Der Ideenreichtum des Duos ist verwoben zu einem atmosphärisch dichten Netz....

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Seventeen Evergreen – Steady On, Scientist! (Lucky Numbers/Cooperative Music)

Fünf Jahre hat es nun gedauert, bis Seventeen Evergreen nach ihrem Debüt „Life Embarasses Me On Planet Earth“ ihren nächsten Longplayer an den Start bringen. Sicherlich hat das aus San Francisco stammende Duo um Caleb Pate und Nephi Evans geahnt, dass es nicht ganz leicht werden würde, an den grandiosen Erfolg aus dem Jahre 2007 anzuknüpfen. Doch auch nach fünf Jahren sind die Erwartungen groß. Leider werden sie jedoch auf „Steady On, Scientist!“ nicht ganz erfüllt. Zwar überzeugt der Opener „Polarity Song“ – die Nummer erschien bereits als EP – mit funkigem Groove und witzigen Electro-Effecten (sie sind übrigens so bunt wie das äußerst sehenswerte Video), damit können die darauf folgenden Tracks nur leider nicht mithalten. Schade, denn eigentlich hätten es die beiden Multi-Instrumentalisten wirklich drauf. Das ist in einigen „Steady On, Scientist!“-Sequenzen auch deutlich zu erkennen. Soundtechnisch bewegt sich das Duo irgendwo zwischen MGMT und My Bloody Valentine. Nur leider nimmt das Album einen nicht – wie der Vorgänger – mit auf einen kurzweiligen Trip, sondern eher auf eine beschwerliche Reise. Der Funke will eben einfach nicht so recht überspringen, zu verworren und holprig kommen die einzelnen Klänge stellenweise daher. 5 Points...

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Sendai – 
Geotope (Time To Express)

Hinter Sendai stecken Peter Van Hoesen und Yves De Mey. Ersteren kennt man natürlich als Macher von Time To Express und Lieferanten für superbe Floormusik. Dabei hat er aber weder in seinen Sets noch Produktionen je verleugnet, dass es ihn auch gerne mal abseits der Umzäunung in experimentellere Gefilde zieht. Yves De Mey hingegen komponierte schon für Dance Performances und Theaterprojekte. Auch diverse Installationen und Releases auf Labels wie Sandwell District gehen auf sein Konto. Ins Sendai Projekt bringt er ein modulares Soundsystem mit ein, was in Verbindung mit Van Hoesens Talent beim digitalen Komponieren eine ganz besondere Melange ergibt. Das so erschaffene „Geotope“ Album erweist sich als eine besonders konzentrierte Form von Klangforschung. Sorgsam lässt man allen überflüssigen Ballast beiseite. Die Stücke sind wohldosierte Trips und knusprige Rhythmusmalereien aus einer entrückten, seltsamen Zwischenwelt, in der man es aber ziemlich gut aushalten kann. 7/10...

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Scope – Seven Reasons (Large)

Ric McClelland debütiert auf dem Traditionslabel Large mit 10 Stücken, die ganz im Kontext von klassischem House stehen. Nach den Produktionen auf NRK und Urban Torque erweitert er nun sein Spektrum auf deepen Vocal House, das sein Album mit “Follow“ eröffnet. Feinfühlig schafft er eine moderne, fast soulige Interpretation dieser Musikgattung. Aus Belfast stammend, erinnert sein Output an englische Produktionen, in denen Einflüsse von Massive Attack (“Myles Groove“) oder Incognito Eingang fanden. Außerdem experimentiert er mit modernen Discoansätzen (“I Don’t Know“ oder “The Drop“) und verweist mit Stücken wie “Won’t Be Long“ oder dem Titelstück (acidlastig) auf Old School-Tradition aus den 80ern. Nicht ganz neu, aber schön umgesetzt. 7 Points Carsten...

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