Autor: FAZE Redaktion

Luca C & Brigante – Invisible Cities (Southern Friend)

Balearische Leichtigkeit ist das Motto dieses, aus sechs Stücken bestehenden Minialbums. Doch anders als bei anderen mittelmeeraffinen Produktionen ist es hier nicht das ethnohafte, das das südländische Flair entfacht, sondern vielmehr, die auf Laidbackgrooves aufsetzenden, synthetischen elektronischen Klänge mit sanftem, discoiden Einschlag (“Time“). Die Stimme von Ali G. fügt sich gekonnt in die Kulisse ein. Hat alles etwas von “We Are The People“, nur mit weniger Drive und Mitgröhlcharakter. Nette Geschichte. 5 Punkte Carsten...

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Loops Of Your Heart – And Never Ending Nights (Magazine/Kompakt)

Axel Willner aus Stockholm verarbeitet seine Eindrücke, die er bei den Aufenthalten in Köln gewinnen konnte. Heraus kommt dabei ein Elektronikalbum, das spannend umgesetzt ist. Bereits mit dem zehnminütigen “Broken Bow“ gelingt ihm der Höhepunkt des Longplayers. Zwischen Kraftwerk, Pink Floyd und Czukay eifert er den großen Pionieren des experimentellen Elektronikbusiness nach. Töne und Beats stahlen eine große Dynamik aus und reißen den Rezipienten adhoc in den Bann. So auch beim an DAF erinnernden Rhythmus von “Lost In The Mirror“. Feinfühlige Tonagen (“End“) wechseln sich mit nachdenklichen Arbeiten (“Cries“) ab. Rhythmisch hätte es für mich etwas mehr sein dürfen, dennoch offeriert Axel Willner ein in sich geschlossenes Produkt, das auf eine Menge Zuspruch treffen sollte. 6 Punkte Carsten...

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Leschet & Wilde Switch – Your Phaser To Kill (Silberschwein Musik)

Frischer Housesound für daheim, unterwegs und den Club gibt es von den Kölnern Irwin Leschet und Sirius Lee Wilde und ihrem ersten gemeinsamen Album. Groove und Deepness, Harmonien und Melodien vereinen sich zu einem breit aufgestellten Debüt, das auf der Tanzfläche funktioniert, aber durchaus auch im heimischen Wohnzimmer Spaß bereitet. Durch seine Zeitlosigkeit ist „Switch Your Phaser To Kill“ in all seinen zehn vorhandenen Tracks ein echtes Glanzstück, das viel Wert auf Club-Credibility legt und stattdessen auf überflüssige Hipness verzichtet. Und damit sind alle Tracks keine winterliche Eintagsfliege, sondern dürften auch auf den OpenAirs des kommenden Sommers noch für Stimmung sorgen. 8 Points...

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LAL – LAL (Public Transit Recordings / GAP)

Der Kampf von Anarchisten für Gerechtigkeit ist das Motto von Rosina Kazi und Nicholas Murray. Damit stehen die beiden ganz im Zeichen aktueller, sich weltweit gegen vielerlei Institutionen und Systeme auflehnender Strömungen. Lal versuchen mit Worten und Sounds zu definieren und zwischen musikalische Welten zu platzieren, die doch eine Einheit erstrahlen lassen. So sind Folk und Elektro, Hip Hop und Jazz keine Gegensätze sondern verbindende Elemente. Mit Tablas, Gitarren, Streichern und herzklopfenden Trip Hop-Beats legt man den Grundstein für Non-Konformistisches Schubladendenken. 5 Punkte Carsten...

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J.R. Plankton – Neon (Karaoke Kalk)

Es ist das erste gemeinsame Projekt von Multi-Instrumentalist Robert Ohm und M=minimal-Labelboss Jens Strüver. Letzterer machte zuletzt durch seine Kollaboration mit Krautrock Urgestein Conrad Schnitzler („Con-Struct“) von sich reden. Für „Neon“ hat sich der passionierte Produzent Studionerd Robert Ohm mit ins Boot geholt. In fünf Tracks zeigen die beiden, wo elektronische Musik anfangen und aufhören kann. Der Opener „Musique Electronique“ zum Beispiel erinnert stellenweise an die Anfänge der elektronischen Musik. Der Track könnte getrost auch einem Werk von Kraftwerk oder Yello entsprungen sein, so kraftvoll und komplex kommt die Nummer daher. „City Jungle“ hingegen entführt einen mit pulsierendem Druck...

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