Autor: FAZE Redaktion

Felix Bernhardt – Rombola (Der Hut 20/Straight)

Kleines Jubiläum bei Der Hut. Mit der 20ten Veröffentlichung ist das im Sommer 2008 gestartete Hamburger Label noch ein Jüngling in der technoiden Welt. Aber der jüngste E-Minor-Sprössling hat sich zu einer guten Institution für deepe und reduzierte Grooves gemausert. So erscheint nach der 2010er Veröffentlichung “Black Donkey” das zweite Werk auf dem Hamburger Vorzeigelabel. Mit an Bord sind neben dem Original noch drei Remixe. Den Start macht jedoch Felix himself mit “Rombola”. Der Track ist eine Mischung aus minimalem Techouse, gefiltert und mit Breaks versehen. Noch eine Spur mehr in die Tiefe geht der Kamika-Remix. Er weckt die dunkle Seite des Tracks und strippt ihn auf ein Minimum herunter. Nicht anders die beiden Versionen auf der B Seite. Brojanowski und Felix Lorusso leisten hier ihren Beitrag. 7 Points...

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Sam Paganini
 – Prisma (Drumcode 089)


Die „Cobra EP“ hat mir ja schon sehr gut gefallen: Funktional und clubtauglich, was Sam Paganini da abgeliefert hat, und nun kommt mit „Prisma“ der nächste Stomper, diesmal auf Drumcode. Auch hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. „Back to Zero“ trippelt mit geballter Offensive in Richtung Dancefloor, kurze Strings verhallen im Raum, die fetzigen Percussions heizen ein, so wird Techno gemacht. Im Titeltrack „Prisma“ wird es eine Spur dramatischer und zunehmend böser. Eine brummende Bassline, gepaart mit dumpfer Bassdrum und dazu gesellen sich shakin‘ Hats und eine flirrende Hook, da kocht der Club. „Self Control“ stapft in ähnlicher Manier wie „Back to Zero“ zum Floor, nur wurde hier noch ein Schuss Finsternis in Form von verzerrten Vocals beigemischt, sowie eine Tool-Version angefertigt. Ab in den Club damit. 9 Points...

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RaucherEcke – Papierfabrik Ep (Treibstoff 097/Kompakt)

Hier ist sie also, die „Papierfabrik EP“ von RaucherEcke, der wohl auf dem Weg zu den heimischen Plattentellern der Treibstoff ausgegangen ist. Man möge mir den Kalauer verzeihen. Treibend–technoide Grundkonzepte geben den Ton beim Titeltrack, „Drei Töpfe“ und auch „Der tropfende Kessel“ an, jedoch werden darüber deeplastige Chordsynthieelemente gepackt, die eine Menge Drive wieder herausnehmen. Versteht mich nicht falsch, die Scheibe ist klasse. Sie ist gut produziert und klingt in sich stimmig, jedoch ist sie ´nur´ für den ebenfalls sehr wichtigen Job des Lückenfüllers zu gebrauchen. Man kann ja schließlich nicht nur Hits spielen. 7 Points...

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Gary Beck – 
Feel It (Bek 009)

Die letzten beiden Bek Audio-Releases mit Mark Broom und Mr. G wurden in den Clubs ja schon sehr frenetisch aufgenommen, so sollte es auch bei Katalognummer 009 aussehen. Hier zaubert uns Gary Beck mit „Feel It“ ein mit blechernden Snares versetztes Clubmonster auf die Teller. Verhallende Chords begleiten den monotonen Beat und lassen das Sounddesign freundlicher wirken. „Paid Out“ ist smooth und housy, genau das Richtige zum Ausklingen einer langen Nacht. Wohingegen „Hillview“ etwas mehr in die technoidere Richtung zielt und mit seinen verhallenden Sounds ein ziemlich spaciges Feeling aufruft. Good Artist und Good Label = Great Music. 8 Points...

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Ben Sims – Slow Motion (Theory Records)

Um es direkt vorwegzunehmen: dieses Release hat sich die Höchstwertung zu Recht verdient! Ben Sims „Slow Motion“-EP ist roher Techno und ein Irrgarten aus flirrendem Schall und donnernden Bässen. Drei Originale, drei Remixe. Den Einstand macht das dunkel schiebende „Slow Motion“. Langsam, aber unbarmherzig drückt es seine Synthies aus den Boxen. „New Blood“ im „Rolando Remix“ kommt mit weniger kraftvollen Bässen, aber mit umso mehr Drive daher. Im Original hat „New Blood“ einen monströsen Dampfhammer dabei. Mit ordentlichem Druck im Kessel peitscht er die Hook vor sich her. Skudge holt mit seinem Remix das Maximum aus „Slow Motion“ raus, da hier die Bässe im Vordergrund stehen. Bei „Straight From Bolivia“ wurde der Fokus auf Sound-Fx und Synthies gelegt, so dass man kurz durchschnaufen kann. Den Abschluss macht Robert Hoods trockene und monotone Bearbeitung von „New Blood“, ein hypnotischer Sound-Trip. 10 points...

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