Autor: FAZE Redaktion

Holgi Star & Falko Niestolik – Waiting (Microphon/Straight)

Solider Club House auf Microphon Nummer 30. Die beiden Protagonisten versehen das Stück mit vielerlei Effekten (Vocalfetzen, Echos) und machen daraus einen interessanten Housemover. Dazu gibt es ein Mittelbreak, um dann zu resetten und die Karre nochmals voll durchzustarten. Insbesondere die atmosphärische Dichte des Stücks fasziniert. Im Mix von Tim Xavier zischeln die HiHats deutlicher und ein paar fiepige Flächen ergänzen das Gebilde. Nennenswerte Neuerung vollbringt er aber nicht. Gute Produktion, die man nicht als Hit ausweisen kann. Aber solche Platten braucht es in einem Set und an einem Abend, um einen Gesamteindruck zu kreieren. 6 Punkte Carsten...

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Ziggy Kinder
 – Barboom (Ware Records/Straight)

Als erstes fällt bei Siegfried „Ziggy“ Kinders neuer EP das Cover ins Auge. Passend zum Titel „Barboom“ tummelt er sich als allgegenwärtiger Klon in einer bekannten Bar seiner Wahlheimat Köln. Gast, Barkeeper und DJ ist er da gleichzeitig. Ist das vielleicht Ausdruck seiner Multi-Instrumentalität? Wie dem auch sei, in den vier Tracks der EP zeigt er jedenfalls, dass er sein Handwerk gelernt hat und nicht umsonst schon seit Jahren in den Playlisten diverser hochkarätiger DJs zu finden ist. Übrigens nicht nur unter diesem Namen, sondern auch als Que Pasa Maria, einem Pseudonym unter dem er auf dem Tiefschwarz-Label Souvenir released. Als Ziggy Kinder bewegt er sich meist im Minmal Funk bzw. im deepen Techhouse-Bereich. So auch hier. Der Titeltrack „Barboom“ besticht durch eine verspielte Bassline, einen hypnotischen Vocal-Loop und immer wieder unvermittelt auftauchende Klavier-Töne. Bei „Teenybopper“ wird’s dann noch ein bisschen düsterer. Das Prinzip mit gelungener Bass-Linie und eingestreuten Melodie-Akkorden bleibt aber das gleiche. „Bad Brunhilde“ macht durch spacige Klänge und ein sehr freakiges Break auf sich aufmerksam. Bei „Flaschengeist“ findet man eine etwas getragenere Stimmung. Warme Harmonien schaffen hier eine wohlige Atmosphäre. Wer davon nicht genug bekommen kann, findet sechs weitere Songs und ebenfalls das geniale Cover-Artwork auf dem gleichnamigen Album. 9 Points...

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CLK Divider – Deep Rift (Phil E/WAS)

Acidlastiger House von CLK Driver auf Phil E. Das Titelstück nervt nach einiger Zeit schon gehörig von dem ultrageloopten Key-Acidsample. Analogien zu den 80ern sind nicht zu verkennen, aber wirklich schön ist anders. Etwas entspannter, wenn auch acidlastig intoniert, aber nicht ganz so monoton angelegt (man achte auf die superbe zischelnde HiHat) gerät man leicht in Trance und verfällt dem Kult ritueller Tanzeslust. Die B-Seite verhilft dieser 12“ zu 5 Points...

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Dans Mon Salon – The Call (Amplify 01/Straight)

Ich denke, kranker oldschool House Scheiß´ beschreibt das Original ganz gut. Hier rotzen die Beats und Hi-Hats sich einen zurecht, während darunter, darüber, daneben und dazwischen, merkwürdig verschrobene Flächensynthies und nervige Vocals den Geleitschutz bilden. Ganz so wie früher. Dennoch würde ich im Club das Instrumental vorziehen, denn hier groovt es einfach straighter, die Beats sitzen präziser und es klingt nicht so mies (im positiven Sinne). Genau genommen ist das eigentlich auch kein Instrumental sondern eher ein Dub-Edit oder so. Danalogue ordnet die Beats für seinen Remix gebrochen, dass es fast nach Breakbeat klingt, an und verziert alles mit etwas too much Flächen. Insgesamt eine etwas andere Scheibe, von der ausgerechnet der unauffälligste Track am meisten überzeugt. 7 Points...

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Uner – Palua (Cadenza/WAS)

Einer der einflussreichsten spanischen Produzenten findet Unterschlupf unter dem Cadenza Dach. Uner legt einen knochentrockenen Flow mit Funk Feel bei “Pallene“ vor und setzt Bongos und Echos darauf auf. Das rollt mächtig und wirkt klassisch erhaben. Tief in der Nacht bewegt sich die B-Seite “Cocoua“. Kicks, Cymbals und HiHats bestimmen die Dynamik, der Bass bewegt sich subatomar begleitet von einer narrativen Malestimme. Das kickt und hat sexy Drive. Exzellente Housescheibe. 9 Punkte...

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