Autor: Hanna Frömberg

Morcheeba – Blackest Blue (Fly Agaric/Kartel Music Group)

Es ist das zehnte Studioalbum des britischen Pionier-Duos Morcheeba, das für seine unfassbar organisch-edlen Soundkreationen verehrt wird. Charakteristischen Elektro-Pop, fließenden Downtempo, emotionalen Soul und Indie Pop, sowie verträumten Elektronika bringen Morcheeba in einem Soundpool zusammen. In ihrem jüngsten Album „Blackest Blue“ präsentiert Sängerin Skye Edwards nicht nur ihr emotionsgeladenes, sinnlich-kraftvolles Stimmorgan, sondern sie zeigt auch, was für einen großen Stimm-Ambitus sie besitzt. Auch die zweite Hälfte von Morcheeba, Ross Godfrey stimmt als Duett-Partner bei der ein oder anderen Nummer mit ein. Mal arbeiten die beiden mit super lässigen E-Gitarrenriffs, zwischen denen sanfte Läufe einer Querflöte erklingen und mal pushen...

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NTO – Invisible/Paul Kalkbrenner Remix (AllPoints)

  Mit seiner neuen Single „Invisible“ releast der französische Producer NTO eine ganz besondere Nummer, die kurz die bedrückende Pandemie-Realität vergessen lässt. Anthony Faviers, alias NTO, Sound wird oft eine impressionistische Klangfarbe zu geschrieben und filigrane Ausarbeitungen von rhythmischen Strukturen. Faszinierend sind die watteweichen Beat-Betten, die NTO kreiert und darüber das sinnliche Piano-Hauptthema gleiten lässt. Hinzu kommen elegante Pianoläufe, die von dreamy Layern umhüllt werden. Als Remixer darf Paul Kalkbrenner diesen Single-Diamanten in seinem so typischen Soundstil noch einmal neu polieren. Kalkbrenners Neuversion unternimmt eine Steigerung der Dynamik und arbeitet das repetierende Muster noch deutlicher heraus. Darüber setzt er...

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HVOB – Live In London (Tragen)

Sie sind Profis im Live-Performen und erschaffen jedes Mal ihre ganz eigene authentische Soundreise. Wir lieben ihn, diesen uns vertrauten, sinnlichen, gleichzeitig kraftvollen Gesang mit dem leicht überhauchten Timbre, der sich jedes Mal sofort unter die Haut katapultiert. Es ist Anna Müllers Gesang, der in der Kombination mit den aufbrausenden, mal melancholischen Synthies ihres Duo-Partners Paul Wallner eine perfekte Soundsymbiose bildet. HVOBs Soundcharakter ist einerseits düster-romantisch, auch nostalgisch, aber ebenso verspielt und emotional. Pianopattern und – arpeggien dominieren oft ihre Produktionen. In ihrem vierten Studioalbum „Rocco“, welches sie 2019 herausbrachten, zeigen sie erneut, welche qualitative musikalische Entwicklung sie hinter...

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Grandbrothers – All The Unknown (City Slang)

Das Jahr könnte nicht besser beginnen als mit einem neuen Album-Release der Grandbrother-Jungs. Ein Flügel wird zum Cembalo, wird zur Drum-Machine und wieder zum klassischen Instrument umfunktioniert. Ergebnis: ein spannungsvoller Sound, der Minimal, Neoklassik, Techno und Ambient vereint. Rasant haben sich der studierte Jazzpianist Erol Sarp und Synthesizerman Lukas Vogel als Duo einen Namen in der Szene der Neoklassik, als auch der elektronischen erarbeitet. Die Grandbrothers haben ein Talent episch-monumentale Sound-Panoramen zu kreieren, die staunen lassen und den Horizont noch einmal um ein Vielfaches erweitern. Ihre Soundsprache lebt von elegischen Piano-Arpeggien, flächendeckenden Synthesizerklängen und energetischen Perkussion-Konstrukten. Klingt austauschbar, aber durch ihre immer fortwährende Suche nach episch-sinnlichen Sound-Design gleicht sie einem Unikat. Analoger, filmmusiknaher Sound trifft auf wellenförmige Klangenergien, die durch clusterartige Piano- und Synthesizerschichtungen entstehen. Wirklich jede Nummer von „All The Unknown” ist für sich ein energievoller Soundtrip, der Raum für Romantik und Nostalgie bietet. Grandbrothers gelingt mit ihrem dritten Studioalbum ein Meisterwerk, welches Grenzen zwischen elektronischer Musik und Neoklassik sprengt. 10/10 Hanna  ...

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Frau in Einhorn-Verkleidung unter Drogen aus dem Bus gezogen

Zuerst war sie ein Einhorn – dann splitternackt. Am Samstagnachmittag hat die Polizei in Mönchengladbach eine nackte 18-Jährige aus einem Linienbus gezogen. Zeugen zufolge hatte die junge Frau mit lila Haaren sich als Einhorn verkleidet und vorbeifahrende Autos mit leeren Flaschen beworfen, berichtete die Polizei in Mönchengladbach. Dass sie etwas anderes als Alkohol intus hatte, lässt sich schnell an ihrem „magischen Rollenspiel“ erahnen. Nachdem sie ihr Flaschenwerfen beendet hatte, sei sie auf allen Vieren über die Straße gekrochen und habe einen Kanaldeckel ausgehoben. Anschließend stiegt sie in einen Linienbus ein und entkleidete sich bis aufs Unterhöschen. Das „Einhorn“ stand...

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