410louId1XL._SL500_AA280_


In die “Masters We Love”-Serie hat es in diesem Monat die amerikanische Formation Band X geschafft. 38 Jahre hat das gute Stück auf dem Buckel, dessen Erscheinung geprägt ist durch Songwriter und Schlagzeuger Craig Peyton. Schon 1976 experimentierte er mit Synthies und erzielte mit den futuristischen Sounds eine Menge Aufmerksamkeit, die auch zur Zusammenarbeit mit James Brown oder Melba Moore führte. Wer diese Mischung aus groovendem Jazz und Electronica als Retrochic bezeichnet, wird der Bedeutung solcher Bands in der damaligen Zeit nicht gerecht. Gut, moderne (Dance)musik klingt heute anders (obwohl checkt mal das breakende “Afterthought“, das auch vor 10 Jahren gut in West London zur Hochphase von Nu Jazz hätte entstanden sein könnte), aber auf Ikonen wie Kraftwerk oder Blondie wird heute auch nur noch referenziert und nicht mehr auf den Plattenteller gelegt. Diese Geschichtsstunde sollte man genießen, um die Vorstufen unserer heutigen Musik zu begreifen und zu würdigen. 8/10, Cars10.Becker.