
Und wieder einer der geht: Der Hole Club im südbayerischen Rosenheim zählte als letzter Techno-Club in der Mittelstadt. Doch auch diese letzte Bastion musste nun ihre Pforten schließen. Damit fällt eine weitere Location dem Clubsterben zum Opfer.
Die Meldungen über Schließungen von etablierten Clubinstitutionen häufen sich in der letzten Zeit immer mehr – das, was zuvor schon als Clubkrise medial bekannt wurde, bestätigt sich jetzt in zahlreichen Fällen mit dem Aus beliebter Locations.
Zuletzt berichteten wir etwa über das PAN in Hannover, das Studio 56 in Koblenz, den N1 Club in Ahrensburg und den Fun-Parc in Trittau, den Ponyhof in Wien, den U-Club in Wuppertal oder auch das Projekt-X in Bochum – allesamt beliebte Clubs, die in den letzten Monaten aufgeben mussten oder in den nächsten Monaten schließen.
Es scheint, als nehme die lange Liste kein Ende: Jetzt hat es den Hole Club in Rosenheim getroffen. Die Gründe liegen in der Clubkrise: Die Betreiber nennen ein verändertes Ausgehverhalten jüngerer Generationen und einen Kostenanstieg – typische Phänomene, mit denen sämtliche Clubs derzeit kämpfen.
Im Fall des Hole Clubs ist der Kampf leider beendet. Die letzte Veranstaltung fand dort am vergangenen Samstag statt – und das, obwohl der Club durchaus beliebt war. Er zählte als letzter Ort der lokalen Szene, in der der Fokus auf elektronischer Musik lag. Genres wie Drum ˈnˈ Bass, Dub und Techno hatten dort einen Platz. Doch damit ist nun nach 18 Jahren Schluss.
Sam Seethaler, Teil des Hole-Club-Teams: „Es gibt keinen anderen Platz hier, wo du als Newcomer einen Anschlusspunkt findest. Wir haben immer jedem eine Chance gegeben, sich zu beweisen oder mal aufzulegen“. Das sind traurige Worte eines Clubs, der nicht einfach auf die immer selben Headliner setzte, sondern der Szene eine Plattform gab. Es gilt zu befürchten, dass noch einige Locations in der nächsten Zeit folgen werden. Gleichzeitig finden illegale Raves immer mehr Zulauf.
Quelle: Groove
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