Bekannter Club- und Radio-DJ erschossen

Bekannter Club- und Radio-DJ erschossen

Der südafrikanische Club- und Radio-DJ Warrick Stock ist am Dienstagnachmittag im Zentrum von Johannesburg erschossen worden.

Der landesweit bekannte Medienstar, besser bekannt als DJ Warras, wurde 40 Jahre alt. Sein Tod hat in einem von hoher Kriminalität geprägten Land landesweit Bestürzung ausgelöst. Nach Angaben der Polizei wurde Stock von drei Verdächtigen angesprochen, als er sein Fahrzeug parkte.

Einer der Männer eröffnete das Feuer, anschließend flohen die Täter zu Fuß. Das Motiv ist bislang unklar, Festnahmen gab es noch keine. Am Tatort wurden Patronenhülsen sichergestellt. Der Angriff ereignete sich nahe des Carlton Centre, als Stock das Zambesi House verließ.

Zuvor hatte er dort mehrere Stunden verbracht und die Installation von Sicherheitssystemen überwacht. Das Gebäude war zuvor von unbekannten Personen besetzt worden, wie der staatliche Sender SABC berichtete.

Überwachungskameras zeigen laut Polizeichef einen Mann mit Dreadlocks in einer Art Sicherheitsuniform, der auf Stock schoss. Der DJ versuchte zu fliehen, brach jedoch auf der anderen Straßenseite zusammen.

Eine unbenutzte Schusswaffe wurde bei ihm gefunden, entwendet wurde nichts. Stocks Schwester Nicole äußerte sich tief erschüttert. „Ich bin geschockt. Mir fehlen die Worte. Ich bin am Boden zerstört.“

Sie betonte, ihr Bruder sei für viele Menschen eine Stimme gewesen und sprach mutig über unbequeme Themen. Zugleich bat sie, keine Bilder vom Tatort zu verbreiten. Neben seiner Tätigkeit als DJ war Stock Moderator der Reality-Show Ngicel‘ iVisa auf Mzansi Magic.

Zudem war er als Podcaster sowie in Geschäftsbereichen wie privaten Sicherheitsdiensten, VIP-Schutz und Immobilienmanagement aktiv. Sein Tod löste zahlreiche Beileidsbekundungen aus Politik und Kultur aus.

Südafrikas Sport-, Kunst- und Kulturminister Gayton McKenzie würdigte ihn als mutige Persönlichkeit: „Er sprach seine Wahrheit ohne Furcht.“ Auch Medienhäuser hoben sein Charisma hervor.

Der Mord reiht sich in eine alarmierende Statistik ein: Zwischen April und September wurden täglich rund 63 Menschen getötet.

Quelle: BBC

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