Gerade erst ist der Pride Month der LGBT-Szene vorüber, gibt es eine schlechte Nachricht für alle homosexuellen Männer. Einer der bekanntesten Schwulenclubs London muss schließen.

Das XXL in Southwark ist seit sage und schreibe 19 Jahren Anlaufstelle für heterosexuelle Männer, die das Londoner Nachtleben genießen wollen. Nun steht der bekannte Club vor dem Aus. Grund dafür ist das Unternehmen Native Land, die für den Bau eines milliardenschweren Wohn-, Hotel- und Bürogebäudes zuständig sind. Der Mitgründer von XXL, Mark Armes, sagt dazu: „Wieder einmal ist London dabei, etwas zu verlieren, das für seinen Charakter einzigartig ist – die Idee der offenen Arme. Dies ist eine Reflexion über unsere Gesellschaft. Es gibt keinen Raum für Unterschiede. alles muss sterilisiert werden und das Gleiche sein. Dies wird von Leuten beendet, denen die Londoner Community egal ist. Alles, was sie interessiert, ist Geld zu machen.“

Ein DJ äußert sich ebenfalls zu der bevorstehenden Schließung und macht deutlich wie drastisch dieser Verlust ist: „London kann es sich nicht leisten, einen weiteren großen Veranstaltungsort für Schwule zu verlieren. Die Schwulenszene war in den letzten Jahren so verkrüppelt. Wir brauchen [immer noch] Schwulenclubs, weil die Welt, in der wir leben, nicht vorwärts geht, sondern rückwärts. In einigen Gegenden von London können die Menschen immer noch nicht gemeinsam die Straße entlang gehen.“

Das XXL hat nun drei Monate Zeit die Location zu räumen und zu schließen. Bereits in der vergangenen Zeit wurde versucht eine Lösung oder ein Kompromiss zu finden, allerdings ohne Erfolg. Spekuliert wird, ob die Nationalität der Investoren (Malaysia und Singapur) bei dieser Entscheidung einen Einfluss hatten, da in den Ländern Homosexualität zwischen Männern illegal ist.

 

 

 

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