
Nach dem verheerenden Brand im Schweizer Skigebiet Crans-Montana wurden die Sicherheitskontrollen in Bars, Diskotheken und Clubs europaweit verschärft. Auch in Italien kam es in der Folge zu zahlreichen Überprüfungen. Dabei wurden im legendären Piper Club in Rom mehrere gravierende Mängel festgestellt, die schließlich zur vorläufigen Schließung führten.
Das Piper gilt seit den 60er-Jahren als einer der wichtigsten Orte des römischen Nachtlebens. In den 60er- und 70er-Jahren spielte die Diskothek eine zentrale Rolle im Wandel der italienischen Musik- und Popkultur. Künstler:innen wie Mina, Rita Pavone oder Adriano Celentano standen hier auf der Bühne. Über die Jahrzehnte entwickelte sich das Piper zu einem kulturellen Wahrzeichen der Innenstadt und zu einem Treffpunkt für junge Menschen mit Interesse an Kunst, Musik und Mode.
Die Polizeikontrollen wiesen darauf hin, dass das Piper erhebliche Sicherheitsmängel aufweist. Insbesondere im Falle eines Brandes oder anderer Notfälle könnten laut Behörden Risiken bei der Evakuierung entstehen. Zudem fehlten mehrere vorgeschriebene Zertifikate, die für den Betrieb des Clubs notwendig sind. Aufgrund dieser Verstöße ordnete die Justiz die vorläufige Schließung des Lokals an.
Ob das Piper seine Türen wieder öffnen wird, ist derzeit ungewiss. Fest steht jedoch: Zunächst müssen die schwerwiegenden Sicherheitsmängel vollständig behoben werden.
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