
Der Brüsseler Club RESET wird Ende November nach dreieinhalb Jahren schließen.
Das gaben die Betreiber am 7. November bekannt. Grund sei eine Kürzung der öffentlichen Fördermittel um 80 Prozent, die den Betrieb „wirtschaftlich nicht mehr tragbar“ mache. Das All-Night-Set von Ben UFO am 29. November wird die letzte Veranstaltung im Club sein.
In einer offiziellen Erklärung heißt es: „Das aktuelle politische und wirtschaftliche Klima ist einfach zu brutal für Orte wie unseren – und für die Menschen, die sie betreiben.“ RESET war seit 2021 in einer ehemaligen Bank im Zentrum Brüssels beheimatet und galt als kulturelles Labor für elektronische Musik, Kunst und gesellschaftlichen Austausch.
Neben dem Clubbetrieb umfasst RESET auch das RESET Atelier für visuelle Kunst, die RESET Studios für Musikproduktion sowie das Abrupt Festival. Trotz der Schließung wollen die Organisatoren prüfen, ob diese Projekte fortgesetzt werden können.
„Wir suchen nach Möglichkeiten, alle drei Initiativen weiterzuführen“, erklärten sie. RESET wurde als Raum für Experimente, Risikobereitschaft und künstlerische Freiheit gegründet. In der Mitteilung betonen die Betreiber:
„RESET wurde für Experimente, Risikobereitschaft und künstlerische Freiheit gegründet, nicht für Kompromisse. Wir werden uns nicht verändern, nur um zu überleben. Wenn wir unserer Mission nicht gerecht werden können, schließen wir lieber mit Würde.“
Der Club im ehemaligen Dexia-Gebäude nahe der Kathedrale St. Michael und St. Gudula hatte sich in kurzer Zeit zu einem festen Bestandteil der europäischen Clubkultur entwickelt. Mit modernster Tontechnik und einem experimentellen Programm verband RESET elektronische Musik, Ausstellungen und Debatten und bot Künstlern aus Brüssel und ganz Europa eine Bühne.
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Quelle: Resident Advisor
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