
An diesem Wochenende präsentiert PLATTE aus Berlin-Mitte im Rahmen der Berliner Fashion Week ein Next Gen Pop-up – kuratiert von der Türsteher-Ikone des Berghain, Sven Marquardt.
In einem kurzen Clip beantwortet er von Fragen Annika Loraine Malz zu Berlin und schildert gut gelaunt und in knappen Sätzen seine Sicht auf die deutsche Hauptstadt. Auf die Frage nach seinem „favorite Kiez“ hat er sofort eine Meinung.
„Ich mag das Wort Kiez überhaupt nicht“, so Marquardt. Aber: „Ich bin im Prenzlauer Berg aufgewachsen, klar verbindet mich das dann auch.“ Sein Lieblings-Tattoo-Artist aus Berlin sei „Blut und Eisen“.
Nachdem unter anderem geklärt wurde, dass Patchouli sein Go-To-Parfüm und seine Lieblingsdesigner der Stadt „GmbH“, „Richert Beil“ und „Dagger“ seien, ging es vor allem aber auch um Berlin selbst.
Scheinbar an den generellen Lifestyle der Metropole angelehnt, kritisierte er Mangel an Authentizität. „Ich habe gar kein Bock auf unecht. Also wenn etwas nicht real ist, das hat mich schon immer genervt“
Auf die Frage, wo er am liebsten frühstücke, antwortete er „Oftmals nach langen Nächten war ich im Spreegold für fünf Spiegeleier“ und hat direkt noch Tipps für Dinner in Berlin: „Ich liebe kleine & unauffällige Asia Spots, die null ‚posh‘ sind, superlecker und super preiswert.“
Neben Berlin fährt der 63-Jährige aber auch noch gerne in zwei andere Städte. „Ich war gerade in Paris zur Fashion Week, zwei Tage nur, aber immerhin. Ich liebe aber auch Milano.“ Auf Europa begrenzt seien diese beiden Städte seine Wahl.
In den Kommentarspalten feiern viele aus der Community ihre Ikone, doch es vereinzelt lassen sich dort auch kritische Stimmen finden. So kritisiert zum Beispiel ein User, warum die Moderatorin auf Englisch Fragen stelle, Marquardt aber konsequent auf Deutsch antworte.
Wiederum andere kaufen ihm die Meinung zu Berliner Authentizität nicht ab. „Sagt der Typ, der wie 90 % der Menschen in Berlin gekleidet und high von Koks war. Ja, quatsch weiter, alter Mann“, schreibt eine Userin, die nach eigenen Angaben selbst ein Buch über Dating in Berlin veröffentlicht – samt KI-Artwork.
View this post on Instagram
Das könnte dich auch interessieren:
„Techno kam zuerst, dann erst die Clubs“: Berghain-Resident über die Entwicklung der Clubkultur