Martyn by © Josh Sisk, 2018

by © Josh Sisk


Das Schicksal gab ihm die Chance weiterzuleben und somit auch die Möglichkeit, sich musikalisch weiterhin zu verwirklichen. DJ und Produzent Martijn Deijkers alias Martyn erlitt vergangenes Jahr einen Herzinfarkt, und konnte nur knapp dem Tod entgehen. Seine sowohl persönliche als auch musikalische Wandlung durch diese Erfahrung präsentiert er nun auf seinem Album-Debüt auf Ostgut-Ton, dem Berghain Label.

„Voids“ erscheint am 22. Juni und ist ein reines Solo-Projekt des gebürtigen Niederländers. Neun Tracks, bei denen er das Erlebte verarbeitet, hat Deijkers im Studio erschaffen und sie alle auf ihre Essenz reduziert. Er zeigt somit eine ganz neue künstlerische Seite mit überraschenden Momenten, Sampling, Melancholie und Ekstase, Sci-Fi, Detroiter Einfluss, ineinandergreifende Percussion und Bass. Wesentlichen Einfluss hatte während des ganzen Prozesses „M’Boom“, ein 1979er-Album von Max Roach, dass Martyn hörte, als er aus dem Krankenhaus kam.

Da er auch als Resident im Berliner Berghain, der Panoramabar, tätig ist, ist Ostgut Ton nun eine passende Plattform, um wiedermal die elektronische Musikszene genreübergreifend neu zu erforschen und zu prägen. Zuvor hat er seine Werke auf seinem eigenen Label 3024, Brainfeeder, Ninja Tunes, Watergate und vielen weiteren veröffentlicht. Deijkers neues Album „Voids“ enthält futuristischen Sound mit melodischen Elementen, die der Detroiter und Chicagoer Szene entsprungen sind. Somit driftet der Niederländer auch in House und Techno ab. Martyn ist bekannt dafür in langen Sets keine Risiken zu scheuen und mit dancefloor-tauglichen und hypnotischen Werken aus verschiedenen Richtungen einzigartiges zu schaffen. Besondere Einflüsse gibt es aus seinem breit gefächerten Musikspektrum, dass vor allem Drum ‘n’ Bass, klassische UK Dubstep, UK Bass und UK Garage beinhaltet.

Tracklist:
01. Voids One
02. Manchester
03. Mind Rain
04. Nya
05. Why
06. Try To Love You
07. Cutting Tone
08. World Gate
09. Voids Two

Martyn Voids Artwork 300dpi

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