Berlin: Bekannter Techno-Club bekommt Geld aus DDR-Vermögen

Der Berliner Techno-Club RSO.Berlin erhält eine besondere finanzielle Unterstützung: Der Senat fördert den Club mit Mitteln aus dem ehemaligen Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der DDR.

Insgesamt 555.736 Euro werden verteilt, wovon ein Teil an das RSO.Berlin fließt. Damit soll eine moderne Toilettenanlage entstehen, wie die Senatskanzlei mitteilte. Das Geld stammt aus dem nach der Wende sichergestellten Vermögen regimetreuer DDR-Organisationen wie der SED oder der FDJ.

Um Veruntreuung zu verhindern, wurden ab 1990 etwa 1,6 Milliarden Euro unter treuhänderische Verwaltung gestellt. Die Mittel werden zweckgebunden vergeben, darunter 40 Prozent für kulturelle Projekte. In diesem Rahmen profitiert nun auch RSO.Berlin von der historischen Finanzquelle.

RSO.Berlin, das in der ehemaligen Bärenquell-Brauerei in Niederschöneweide beheimatet ist, gilt als wichtiger Bestandteil der Berliner Technoszene. Der Club ist der Nachfolger der Griessmuehle und Teil des Kulturzentrums Revier Südost.

Mit seinem immersiven Soundsystem und seinen weitläufigen Flächen zieht er Musikliebhaber aus aller Welt an. Neben hochkarätigen DJ-Sets ist RSO.Berlin auch für seine vielseitigen Kooperationen bekannt.

So arbeitet der Club mit Queer-Kollektiven zusammen und setzt sich für Diversität ein. Die Förderung aus DDR-Vermögen soll helfen, die Infrastruktur weiter zu verbessern. „Mit der neuen Toilettenanlage wollen wir das Erlebnis für unsere Gäste noch angenehmer gestalten“, heißt es seitens des Clubs.

Dass ein Techno-Club Mittel aus DDR-Vermögen erhält, mag auf den ersten Blick überraschen, doch die Vergabe folgt klaren Richtlinien. Die Gelder unterstützen nicht nur wirtschaftliche Umstrukturierung, sondern auch soziale und kulturelle Projekte. RSO.Berlin zeigt, dass sich Historie und moderne Clubkultur auf ungewöhnliche Weise verbinden können.

Quelle: Tagesschau

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