Berlin: Festivalbesucher lösen Erdbeben aus

Metaphern wie „Die Bühne zum Beben bringen“ werden in der Konzert- und Festivalwelt nur zu gern benutzt, um die ausgelassene Stimmung bei Events zu umschreiben. Beim Tempelhof Sounds Festival in Berlin ist aus Fiktion nun Realität geworden: Konzertbesucher lösten beim Auftritt der Band Florence & The Machine ein Erdbeben der Stärke 1,4 aus und brachten damit nicht nur die Stage, sondern ganze Teile der Hauptstadt zum Erschüttern.

Anwohner, etwa in Neukölln, berichteten von schwankenden Wohnungen und wackelnden Stehlampen. Nach mehreren seismographischen Analysen können die Eruptionen nun mit großer Sicherheit auf das Festival am Tempelhofer Feld zurückgeführt werden, wo von Freitag bis Sonntag zahlreiche Top-Acts der Musikbranche auftraten.

Doch wie kann es sein, dass ein Erdbeben ausgerechnet bei einem Pop-Konzert entsteht und nicht etwa bei einem Rave-Event oder einem Heavy-Metal-Konzert? Sowohl das Musikgenre als auch die Sprungfreudigkeit der Besucher tragen laut des Erdbeben-Experten Jens Sapski wohl kaum einem Anteil daran. Gegenüber „t-online“ erklärte er, dass es vor allem einen gewissen Boden benötige, „der die Energie der springenden Menge aufnimmt und gut weiterleitet.“

Einen Vorfall dieser Art hatte es laut seines Wissens zuletzt 2017 bei einem Kraftclub-Konzert in Leipzig gegeben.

Quellen: tz, Bild

Auch interessant:
Festival-Debüt vom Dukeland! Viel Licht aber auch viel Schatten – Veranstalter äußert sich zu Kritik
Springfestival 2022: das komplette Line-up samt Timetable
TH!NK? Festival 2022 – endlich wieder Tanz am See!