
Es ist eine Farce für die Berliner Club- und Kulturszene, die leider immer weiter ernste Realität annimmt: Der Ausbau der Stadtautobahn A100 durch die Hauptstadt. Nun soll die Eröffnung des 16. Abschnitts durch die Autobahn GmbH und Politiker erfolgen, die das feierlich darstellen wollen. Dagegen planen Szeneakteure für diesen Donnerstag eine Demo.
Das, wogegen schon vor zwei Jahren großflächig demonstriert wurde, wird leider weiter vorangetrieben: Die A100 soll als Stadtautobahn mitten durch Berlin geführt werden. Die Ausbaustrecke verläuft vom Treptower Park bis zur Storkower Straße im Bauabschnitt 17. Zahlreiche Clubs sind dadurch bedroht, unter anderem das ://aboutblank, das bereits 2022 während der Covid-19-Pandemie eine Fahrrad-Demo gegen das Vorhaben durchführte. Auch die Wilde Renate, die Else, das Void, das Oxi oder der Club Ost (ehemals Magdalena) gehören dazu.
Diese Woche steht die Eröffnung des 16. Abschnitt der umstrittenen Strecke an. Die Initiative A100 Wegbassen, bestehend aus der Berliner Kultur- und Clubszene, queerfeministischen Kollektiven, stadtpolitischen Initiativen und Klimaaktivsten, demonstriert an diesem Dohnnerstag mit der Tag X Demo unter dem Motto „Das ist das Ende“. Der 16. Bauabschnitt hat eine Länge von 3,2 Kilometern, hat 720 Millionen Euro gekostet. Für das Deutschlandticket zahlt Berlin etwa nur 145 Millionen Euro, wie die Initiative A100 Wegbassen kritisiert.
Laut A100 Wegbassen bedroht die Autobahn das lebendige Stadtleben, Kultur- und Freiräume sowie Wohnraum in Nachbarschaften und Kieze. Gemeinsam möchte man gegen die „weitere Zubetonierung“ und „Betonpolitik“ Berlins demonstrieren und für eine ökologische sowie soziale Mobilitätswende einstehen.
Los geht es am 28. August um 13 Uhr vor dem Hotel Estrel.
Quelle: Instagram-Seite von A100 Wegbassen
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