Berliner Gay-Party-Koryphäe nach langer Krankheit verstorben

Der Berliner DJ und Partyveranstalter Oliver Mohns ist nach längerer Krankheit gestorben. Sein Ehemann Gary machte die Nachricht vor einigen Wochen über soziale Medien öffentlich. Mohns erlag den Folgen einer Leukämie-Erkrankung, gegen die er über einen längeren Zeitraum gekämpft hatte.

Geboren in Hamburg, prägte Mohns bereits in den späten 1980er-Jahren die Clubszene rund um St. Georg. Unter dem Namen Oliver M. legte er unter anderem im Front und im PIT Club auf und entwickelte früh einen Stil zwischen Techno, Trance und später balearisch geprägtem House. Seine Karriere führte ihn in zahlreiche internationale Clubs, darunter bekannte Venues auf Ibiza sowie Stationen in Städten wie Barcelona, Madrid, Amsterdam, Rom und New York.

Nach seiner Rückkehr nach Berlin verlagerte Mohns seinen Schwerpunkt zunehmend auf das Veranstalten. Er war maßgeblich an Partyreihen wie Paradiso, Revolver im KitKatClub und B:east im Club Ost beteiligt und zählte über Jahre zu den prägenden Figuren der queeren und elektronischen Clubkultur der Stadt. Gemeinsam mit seinem Partner betrieb er zudem zeitweise die Location Polygon.

In einem Statement würdigte Gary seinen Mann als jemanden, der es besonders geliebt habe, Menschen zusammenzubringen und Gemeinschaft zu schaffen.