Berliner Kids finden Drogen-Kügelchen auf Spielplatz

In einer Kita in Berlin-Mitte spielte sich am Donnerstagmittag ein Vorfall ab, der viele Eltern in Alarmbereitschaft versetzt: Beim Spielen im Garten entdeckten Kinder bunte Kügelchen und brachten sie ahnungslos zu ihren Erziehern.

Diese handelten schnell und verständigten sofort die Polizei. Der Verdacht bestätigte sich: Es handelte sich um Betäubungsmittel. Die Kita gehört zum Träger Kindergärten City und liegt idyllisch zwischen Wohnhäusern, nahe der Jannowitzbrücke.

Das eingezäunte Gelände von rund 500 Quadratmetern bietet normalerweise 190 Kindern Raum zum sicheren Spielen. Doch das kindliche Entdecken wurde in diesem Fall zur alarmierenden Drogenentdeckung – insgesamt 24 Kügelchen in Papierverpackung wurden sichergestellt.

Die Polizei setzte bei der Durchsuchung des Geländes auch einen Drogenspürhund ein. Die genaue Substanz der Kügelchen wird derzeit ermittelt. Auf Anfrage bestätigte die Polizei den Einsatz. Der Vorfall zeigt, wie sehr auch vermeintlich geschützte Orte wie Kindergärten von der Drogenproblematik der Großstadt betroffen sein können.

Die Kita-Leitung reagierte umgehend und informierte die Eltern per Schreiben über den Fund: „Heute haben wir im Garten etwas gefunden, das da nicht hingehört.“ Eine direkte Benennung der Drogen fehlt in dem Brief jedoch.

Stattdessen wird auf die Sensibilisierung der Kinder hingewiesen und Tipps zur Aufklärung gegeben. Ein Vater äußerte gegenüber der B.Z. seine Sorge: „Es ist ein bedrohliches Gefühl. Ich habe Angst um meine Kinder.“

Besonders alarmierend findet er die Lage der Kita: „Das Areal rund um die Jannowitzbrücke verkommt zum Drogen-Hotspot.“ Seine Angst ist nachvollziehbar – der Spielplatz grenzt an ein Viertel, in dem nachts offenbar dubiose Szenen stattfinden.

Drogenbesteck und benutzte Kondome

Anwohner berichten von Löffeln, benutzten Kondomen und leeren Wodkaflaschen, die sie regelmäßig rund um den Kita-Zaun entdecken. Für viele ein Zeichen, dass der Kiez mehr als nur punktuell mit Drogen und Verwahrlosung zu kämpfen hat. Die Nähe zu einer stark frequentierten Brücke könnte dabei zur Problematik beitragen.

Kindergärten City selbst wollte sich zu dem Vorfall auf Nachfrage nicht äußern. Allerdings erklärte Heidi Becker-Dinc, Referentin der Geschäftsleitung: „Sie können versichert sein, dass wir Maßnahmen ergriffen haben.“ Welche genau, blieb unklar – doch das Bedürfnis nach Sicherheit wächst, ebenso wie die Forderung nach mehr Schutz im Umfeld der Kita.

Quelle: BZ

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