Best of Submithub Juni 2024

SubmitHub wurde Ende 2015 gegründet, um den Prozess, Musik an Kuratoren zu senden, so einfach wie möglich zu gestalten. Submithub bietet viele Statistiken und Filter, damit der Einsender sichergehen kann, dass seine Musik in den richtigen Händen landet. Für Kuratoren bedeutet das mehr Musik zu bekommen, die sie auch mögen. Der Prozess funktioniert klasse: mehr als 1,327,000 Songs wurden geteilt bis heute. Jedoch ist der Markt hart und nicht einmal die meist erfolgreichsten Artisten können jeden glücklich machen. Musik ist subjektiv und kein Kurator sieht einen Song genauso, wie ein anderer Kurator. Per se, wird SubmitHub am Besten von jedem verwendet, der realistische Vorstellungen von Erfolg in der Musikindustrie im Jahre 2024 hat. FAZEmag präsentiert jeden Monat die Favoriten von Submithub-Einsendungen.

Alexiandro – Immersion/Control (Techno Tehran)
Alexiandro stammt aus Sizilien, lebt aber an der französischen Riviera. Wer jetzt jedoch Filter- oder Afro-House von ihm erwartet, irrt sich. Beide Tracks von ihm liefern State-Of-The-Art-Melodic-Techno mit schönen Harmonien und grandiosem Build-up. „Immersion“ ist dabei eher berechenbar und „Control“ besonderer. Beides ist aber gut einsetzbar. Für Afterlife- und Upperground-Fans.

Bad Hoax – Flesh (Bad Hoax Recordings)
Aus Neuseeland kommt das spannende Duo Bad Hoax, das elektronische Beats und emotionale Vocals zu hypnotischer Electronica-Ware verwebt. Für Fans von Billie Eilish auf Crack oder The XX. Stark.

cutted files – Touch and Feel (chip basket)
Der Russe Ilya Stolyarov zeigt, abseits des Grauens, das gerade in der Welt auch von Russland ausgehend passiert, wie weltumspannend und positiv Musik ist. Seine neue Nummer als von Fred Again.. inspiriert zu bezeichnen, ist sicherlich nicht verkehrt. Trotzdem toll.

Digital Display – In Your Eyes (Flamingo Trax)
Was geht in Dänemark? Eine ganze Menge. „In Your Eyes“ ist eine sehr interessante Mischung aus Trance und High-Speed-House, ohne jetzt Hypertechno genannt werden zu wollen. Gute-Laune-Track.

Dylan C. Greene – Fool Me (C3DO Recordings)
Dylan C. Greene kennt ihr vielleicht als Remixer von Disclosure und Veröffentlichungen auf u.a. Kitsuné. Hier liefert der niederländisch-amerikanische Künstler eine Old-School-Filter-House-Granate mit funky Vibes und catchy Vocals.

Emre K. – Mware (ELLURE Records)
Hier der Türke Emre K. mit einem weiteren Beweis seiner Musikalität. „Mware“ ist für mich die schönste und stimmigste Afro-House-Single des Monats. Hier stimmt alles. Die Sonne in einem Track.

Hanna Haïs – Angeke (MoBlack Records)
Die Französin Hanna Haïs muss nicht mehr vorgestellt werden. Hier arbeitet sie zusammen mit dem italienischen Produzenten Leo Guardo und der afrikanischen Sängerin GuguPash. Das Ergebnis ist federleichter und relaxter Afro-House mit tollen Vocals.

Joy Doc – Running Back To You (High Tea Music)
Die Londonerin Joy Doc produziert eingängigen Drum ’n’ Bass und fühlt sich inspiriert von Acts wie Wilkinson, Pola & Bryson und Koven. Als ausgebildete Pianistin versteht sie sich auf Harmonien und so ist ihre aktuelle Single supercatchy und schön poppig. Etwas für das Radio.

Kepler North – Crux (DistroKid)
Kepler North aka Joshua Davidson aus Dallas haben wir an dieser Stelle bereits vorgestellt. Seine aktuelle Single bietet mitreißend-sphärischen Elektro mit eingängigem Vocal und viel Gefühl. Schön.

Maz’n – Lost on You/Mollono.Bass Remix (3000°)
Die gesamte EP von Maz’n haben wir im vorderen Bereich der Rezensionen abgefeiert. Deswegen hier nur kurz: Der Mollono.Bass-Remix gibt „Lost on You“ genau den Club-Drive, der vonnöten war. Klasse Remix von Ronny.

Paul Roux x In Anima – Lazy Sunday (Wide Dvision)
So stelle ich mir einen Sonnenuntergang auf Ibiza vor. Ok, oder in Montpellier. Von dort kommt Paul Roux, der hier mit In Anima aus Lyon einen wundervollen Breakbeat-House-Tune mit viel Atmosphäre produziert hat. So leicht, der schwimmt sogar in Milch.

Prosekko Papi – Midnight (Groove Therapy Records)
Also, der Künstlername ist schon sehr drüber. Aber egal. Die Nummer ist absolut hypnotisch. Nach dem ersten Hören fand ich sie schrecklich, nach dem vierten Hören liebe ich sie – inklusive Black-Box-Sample. Ach ja, House it is.

Robin M x &LEZ – Nija – Radio Edit (Ulu Records)
Nicht nur auf Ibiza ist Afro House gerade das große Ding. Da kommt die Nummer von Robin M und &LEZ gerade recht. Das große Plus sind hier die frischen afrikanischen Vocals. Der Build-up ist aber auch on point.

Snavs x shndo – Foe Or Friend (Dim Mak Records)
Der Däne Snavs war mir bislang nicht bekannt. Seltsam, hat er doch bereits mit Acts wie Tiësto, Martin Garrix oder Galantis kooperiert. Steve Aoki jedoch kennt ihn und hat ihn für sein Label gesignt. Nicht dumm! Die aktuelle Single ist sommerlicher Gute-Laune-House.

thorne – NEED YOUR LOVE (DistroKid)
Aus Los Angeles kommend beschert uns Thorne hier eingängigen und positiv-poppigen Vocal-Drum ’n’ Bass mit V-Recordings-Reminiszenzen. Genau das Richtige für einen sonnigen Tag in Kalifornien.

Tiësto – My City (Insomniac Records)
Krass, Tiësto in meiner Kolumne. Aber manchmal darf es „in your faze“ sein. Die Hymne zum EDC in Las Vegas ist so unfassbar hittig, dass man sie nach einmaligem Hören nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Summt einfach mit.

Tommy Veanud – Bitter Cola (QulaqAs)
Zeitgemäßer Afro-House aus Indonesien. Interessante Harmoniefolgen und gut gesetzte Percussions sorgen in Verbindung mit den Vocals für einen Club-Hit.

Torsten Kanzler – Close Your Eyes (Better With You Music)
Unser alter Freund und Lieblingskanzler mit Peaktime-Techno mit emotionaler Note. Das Vocal ist überraschend „poppig“, fügt sich aber perfekt in das treibende Backing ein. Achtung: Dies ist kein Hard-Techno.

Watermelon Boy – Memories (The Melon & Gourd Development Board)
Und schon wieder Neuseeland. Dieses Mal allerdings Tropical House für die Generation Amapiano. Verdammt funky. Animiert zum Schütteln der Extremitäten.

Woof Logik – Full Throttle (Group Chat)
Welche zwei US-Artists sich hinter Woof Logik verbergen, kann ich nicht beantworten. Aber ihr Track rockt! Breakbeat-Beginn, Rave-Ästhetik, Techno-Beats, Vocal-Samples, Rave-Sirenen, Abfahrt. Wenn man schon einen im Tee hat, unbezahlbar.

Yosuf – wasteLAND (Basscon Records)
Eine Hardstyle-Veröffentlichung im Monat muss sein. Und der Bodybuilder aus Sacramento lässt es ordentlich krachen. Effektiv wie eine Pille zur Peaktime. Muss man nicht mögen, darf man aber.