Best of Submithub November 2025

Submithub wurde 2015 gegründet, um den Prozess, Musik an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu senden, zu vereinfachen. Und wichtig: Kuratoren erhalten nur die Musik, die sie auch mögen. Per se wird Submithub am besten von jedem verwendet, der realistische Vorstellungen von Erfolg in der Musikindustrie im Jahr 2025 hat. FAZEmag präsentiert jeden Monat die Favoriten von Submithub-Einsendungen.

AVSTN – ALRIGHT (Team Blackout Official)
Von Hawaii stammt AVSTN aka Austin Keola Dulak, der hier um ein allseits bekanntes Vocal einen griffigen und hittigen EDM-Houser gebaut hat. Perfekt für 1Live und den House-Club ums Eck. Man summt einfach mit.

Blond:ish x Notre Dame x Black CircleHigher (Notre Dame Remix) (Insomniac Records)
Und wir bleiben poppig-dancy in diesem Monat. Die neue Nummer der allseits bekannten Blond:ish bietet im Notre-Dame-Remix schwungvollen und sehr hittigen Vocal-House, der sowohl im Radio als auch im Set von Peggy Gou funktionieren wird.

CHATU — All The Things (Nervous Records)
Disco-House aus Dänemark. Ein Track, von dem man sich – als House-Fan – wünscht, dass er niemals stoppt. Eine Mischung aus Cut-up, Soul und French-House. Das Vocal ist supercatchy. Auf das audiovisuelle Projekt Chatu sollte man achten.

dozirokjunglejam (dozirok)
Es kommt wirklich selten vor, dass ich einen Track höre, bei dem ich die ganze Zeit schmunzeln, wenn nicht sogar lachen muss. Diese Tribal-House-Produktion aus den USA hat mir ein breites Grinsen aufs Gesicht gezaubert. Ich höre unzählige Zitate aus den vergangenen 20 Jahren House, die aber nicht platt aneinandergereiht werden, sondern in ein spannendes, neues Tribal-Gerüst gepackt wurden. Nicht nur für Freunde von Armand van Heldens „Witch Doctor“ oder „Give It Um“ von The Good Men ein Tipp.

Enzo Siffredi x PÆDE x akikiSundress (WIRED)
Mein Favorit in diesem Monat stammt von Altmeister Enzo Siffredi, der hier in einer Deutschland-Tansania-Kollabo das Zepter führt. Das Ergebnis ist supereingängiger Afro-Vocal-House mit Keinemusik-Spannungsbogen und Hitpotenzial mit Faktor 100.

Fritz Kalkbrenner — Save Me (Virgin)
Über Fritz Kalkbrenner haben wir an dieser Stelle bereits einige Male berichtet, und auch seinen Wandel wieder hin zur clubbigeren Musik wurde schon thematisiert. Seine aktuelle Single ist Vocal-House mit einer tollen weiblichen Stimme und leichten Afro-House-Einflüssen. Funktional-funky.

Lericc – 2 The Moon (Seal Network JV)
Der Italiener aus Siena ist ein DJ und Produzent, der seine Leidenschaft für elektronische Musik lebt und vermittelt. Auch wenn er hier Afro-House vielleicht nicht neu erfindet, schafft er es doch, durch Rhythmuswechsel Spannung aufzubauen und das mit wohldosierten Percussions und Flächen zu garnieren. Gefällt mir gut und bringt den Sommer zurück.

Marten Lou x CamelPhatSave Me (Warner Music Central Europe)
Ein wirkliches Zusammentreffen der Giganten. Okay, Marten Lou ist noch nicht sooo lange am Start, um Legende genannt zu werden, aber seine aktuellen Erfolge sprechen eine deutliche Sprache. Ein Hit reiht sich an den nächsten. Und CamelPhat ist nicht nur auf Ibiza eine omnipräsente Größe. Ihre Kollabo ist radio- und clubtauglicher Vocal-House mit viel Gefühl, ohne den Druck zu vernachlässigen.

MartelBrazzaville (Evil Ideas)
Grooviger, perkussiver Tribal-Techno aus Montenegro von Martel Vladimiroff, der bereits in vielen Ländern gelebt und dort seine Duftmarke hinterlassen hat. Die aktuelle Nummer kommt ohne Gimmicks aus und bietet repetitiven Peaktime-Techno vom Coolsten.

Mike SandcastleWhen I’m With You (Jolene Records)
Der Brite Mike Sandcastle scheint noch nicht sehr lange im Geschäft aktiv zu sein. Das erste, zumindest mir bekannte, Release war ein Remix und stammt aus diesem Jahr. Aber das ist ganz egal, denn seine aktuelle Single ist ein großartiges Beispiel für Soulful-Disco-Cut-up-House. Erinnert mich an ältere Sneak-Releases.

Padé x ASLNMi Tambora (Dharma)
Wer jetzt sagt, Afro-House sei schon wieder durch, sollte sich diese Nummer des talentierten Griechen Padé anhören. Er kombiniert hier starke ethnische Elemente seiner griechischen Wurzeln mit französischen Einflüssen und hat damit einen Genre-Hit im Köcher. Der Aufbau ist Weltklasse.

SubSonicAll I Need (Bassrush Records)
Wenn euch der Name des Acts jetzt bekannt vorkommt, dann spricht das für euer Repertoirewissen. Der Bulgare Angel DobrinoFF hat nämlich vor 18 Jahren auf DJ Rushs Label Kne Deep releast. Die aktuelle Produktion von ihm ist aber – Überraschung – Drum ’n’ Bass. Und zwar der von der griffigen Sorte. Ein nices Vocal und ein klassisches Build-up, das auch im Radio vorstellbar ist. Klasse.

The Toxic AvengerStation Météo Abandonnée (Enchanté Records)
Bereits seit nunmehr 15 Jahren zählt der Pariser Simon Delacroix zu den spannendsten, weil unklassifizierbarsten französischen Produzenten. Electro-Disco, Electro-Clash sind ebenso in seiner Vita zu finden wie Pop-Disco oder French-House. Die aktuelle Nummer schlägt in die letztgenannte Kerbe und lässt Daft Punk wiederauferstehen. Klasse.

Timo HuisingNever Too Late (Timo Huising)
Auch wenn ich leider keinerlei Informationen zu dem Niederländer Timo Huising präsentieren kann, lege ich euch diesen wunderbaren Track ans Herz. Es handelt sich hierbei um eine spannende Mischung aus Progressive-House, Trance und House, die sich im Laufe der andauernden zehn Minuten mehrfach verändert und so die Aufmerksamkeit bis zur letzten Sekunde aufrechterhält. Ein Meisterwerk.

YamagucciMiami Mami (Insomniac Records)
Der israelisch-japanische DJ und Produzent zählt zu den spannendsten Namen in der Nachtclubszene von Tel Aviv, und seine aktuelle Nummer zählt zu den besten Tech-House-Tunes des Monats. Nach Releases auf so renommierten Labels wie Diynamic, Crosstown Rebels oder Nervous Records zeigt er hier seine Fähigkeit, maximale Ekstase auf dem Dancefloor zu kreieren. Auch wenn es von den Sounds eher toolig ist, sehr funktional.

Aus dem FAZEmag 165/11.2025