colectiv


Das dramatische Unglück in dem rumänischen Club Colectiv in Bukarest – wir hatten hier darüber berichtet – hat nun noch mehr Todesopfer gefordert. Wie Spiegel Online berichtet sind bislang mindestens 31 Menschen bei dem Brand ums Leben gekommen.
Nun geht die Staatsanwaltschaft gegen die Inhaber vor: Drei Betreibern wird fahrlässige Tötung vorgeworfen, die Männer sind seit Montag in Polizeigewahrsam. Wenn der Vorwurf der fahrlässigen Tötung bestätigt wird, droht ihnen bis zu zehn Jahre Haft.

Ursache des Unglücks vom Freitagabend scheint eine Pyrotechnik-Einlage während des Konzerts einer Bukarester Band gewesen zu sein, bei der in Sekundenschnelle Wände und Decke des Raums in Brand gerieten. Augenzeugen und Medien berichteten von zahlreichen offenkundigen Verstößen gegen Brandschutzauflagen. So gab es offenbar keinen Notausgang und zur Schallisolierung soll brennbares Material verbaut worden sein.

Wie Spiegel Online berichtet, begannen die Behörden in ganz Rumänien nun zu kontrollieren, ob Clubs die Regeln zum Feuerschutz einhalten. Etliche Clubinhaber – davon allein drei in Bukarest – schlossen ihre Betriebe aus eigenem Antrieb und räumten ein, dass dort die Sicherheit der Gäste gefährdet sei.

Bei dem Brand und im Gedränge starben am Freitag 27 Menschen sofort, vier weitere erlagen bis zum Montag ihren Verletzungen. Das gab die Regierung bekannt. Insgesamt wurden rund 200 Menschen verletzt, Dutzende von ihnen schweben den Angaben zufolge weiterhin in Lebensgefahr.

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