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Wie wäre es mit einem Ausflug an die Blaue Lagune des kleinen Städtchens Wachtendonk nahe der holländischen Grenze? An Nordrhein-Westfalens schönstem Badesee mit Trinkwasserqualität könnt ihr euch nicht nur total gut erholen sondern in den Genuss eines Extended-Sets von Technopapa Sven Väth kommen. Am Sonntag, den 6. September von 11 bis 22 Uhr steigt dort nämlich das Blaue Lagune OpenAir. Tanzt den ganzen Tag mit jeder Menge Gleichgesinnter am 1.000 Meter langen Sandstrand und macht euch frei von unnötigem Ballast. Neben Sven Väth gibt es natürlich noch weitere Hochkaräter wie Nina Kraviz, Gaiser, Ilario Alicante und Dorian Paic. Mit dem sympathischen DJ der alten Schule haben wir uns ein wenig unterhalten:

Du veröffentlichst selbst seit Jahren Musik und konntest durch deine Arbeit die Szene prägen. Wenn du dir nun die Entwicklung eben dieser so ansiehst, wie würdest du ihren Zustand beschreiben?
„Ich finde es gibt nach wie vor sehr viel gute Musik in allen Bereichen und man kann mit ein bisschen Recherche stetig neue und aussergewöhnliche Musik entdecken. Wie sich die Szene allerdings gewandelt hat im Zuge von Facebook bzw. social media kann ich nur bedingt befürworten. Marketing und mediale Präsenz sind dabei sehr in den Vordergrund gerückt und die Qualität der einzelnen Künstler, oder dessen was sie darbieten, bei ihren Auftritten haben an Magie und Besonderheit verloren. Es zählt der Konsens, obwohl es eigentlich schon lange keinen Konsens mehr gibt. Eher als so eine Art kleinster gemeinsamer Nenner würde ich es bezeichnen und als DJ muss man dann sehr oft gegen eine grosse Erwartungshaltung bzw. gegen einen grossen Druck anspielen. Das ist nicht immer einfach und ich würde mir sehr wünschen, dass die Leute wieder offener sind für die DJ Sets, denn man kann ein DJ Set nicht daran bemessen, ob in einem 2 Stunden Set, auch wirklich die ganzen 2 Stunden die Arme in der Luft sind. Das ist wie so eine Art Dauerorgasmus, metaphorisch gesprochen und das finde ich nicht gut. Ein gutes DJ Set lebt von Höhen und Tiefen und von den Spannungsbögen und davon wie man die einzelnen Stile verbindet. Leider kann man das aber nicht mehr überall so praktizieren. Das finde ich sehr schade.“

Deine Sets präsentierst du zwischen Brasilien und Berlin. Wo gefällt es dir besonders gut?
„Mir gefällt es eigentlich überall wo ich merke das meine Musik gut ankommt, oder ich den Menschen mit dem was ich tue, eine Freude bereiten kann. Das Land in dem ich am meisten spiele ist Italien und dort gefällt es mir auch sehr gut. Das Land, die Menschen und natürlich vor allem auch das Essen.
Insgesamt ist es aber schwierig einen Favorit zu benennen finde ich, denn mein Job ist ja auch das Reisen und somit bin ich eigentlich immer froh wenn ich in ein neues Land oder in eine neue Stadt reisen kann um mich und meine Musik dort zu präsentieren.“

Anfang September spielst du bei der Blauen Lagune. Wie sieht deine Traum-Venue aus? Dunkler Kellerclub oder eher das idyllische Open-Air?
„Ich finde die Mischung macht es, wie bei allem im Leben. Ich finde viel Abwechslung am besten. Mal draussen am Strand, mal in einem dunklem Keller, das nächste Wochenende dann ein grosses Festival und danach dann wieder ein kleiner Club oder eine Afterhour. Ich finde das macht einen guten DJ aus. Das man auf alle Situationen oder Locations eingehen kann und einfach den richtigen Ton findet. Die meisten der jüngeren DJ’s spielen ja nur strikt einen Stil und wenn sie dann in eine Situation geraten in der wirklich ihr musikalisches Einfühlungsvermögen gefragt ist werden sie nervös oder wissen nicht entsprechend zu reagieren.“

Lass uns mal einen Blick in dein Studio werfen. Mit welchem Equipment arbeitest du am liebsten?
„Also zum Sequenzen bzw. zum Arrangieren benutze ich Ableton Live. Ich arbeite mit Hardware und Software, wobei ich einen Grossteil meiner Tracks schon mit Software oder Sample basiert produziere. Ich finde das spielt auch nur bedingt eine Rolle, denn was am Ende zählt ist das Resultat, wobei analoge Sachen in jedem Fall besser und lebendiger klingen als ein Track der nur mit Software produziert wurde. Das ist Fakt.“

Was gibt es neues auf Raum…Musik und dürfen wir uns noch auf eigene Sachen von dir freuen?
„Auf Raum Musik erscheinen noch 2 Platten dieses Jahr. Die nächste erscheint Anfang September und ist von Felix Reifenberg und Cedric Dekowski aus Frankfurt. Danach kommt dann noch eine Maxi von Daniel Stefanik unter seinem neuen Projektnamen „DLSK“ auf die ich mich auch schon sehr freue.
Von mir selber erscheint noch ein Remix für Sons of Tiki auf dem Label Vakant, der innerhalb der nächsten Wochen erscheint. Ausserdem noch ein neues Stück für die nächste La Pena, gemeinsam mit Markus Fix und eine Maxi auch zusammen mit Markus für das Label Epilog. Darüber hinaus arbeite ich noch an ein paar anderen Projekten, aber da stehen bisher noch keine Releases fest.“

BLaue Lagune Open Air 2015 // 6. September 2015 // Jülicher Str. 1, 47669 Wachtendonk
Line-up: Sven Väth, Nina Kraviz, Gaiser, Dana Ruh, Mitch, Ila-
rio Alicante, Christian Burkhardt, Dorian Paic, Einzelkind

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