
Bei einer Explosion in einem Nachtclub im Norden Perus sind am vergangenen Wochenende zahlreiche Menschen verletzt worden.
Mindestens 33 Personen wurden nach Behördenangaben bei dem Anschlag im Dalí-Nachtclub in der Stadt Trujillo verletzt. Die Explosion ereignete sich in den frühen Morgenstunden des Samstags, dem 7. März.
Trujillo liegt an der peruanischen Nordküste in der Region La Libertad. Zum Zeitpunkt des Vorfalls hielten sich zahlreiche Besucher im Club auf. Nach Angaben der Behörden befinden sich mindestens fünf der Verletzten in einem ernsten Zustand.
Das erklärte der Geschäftsführer des Trujillo Health Network, gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Einige Opfer mussten nach der Explosion operiert werden. Mehrere Personen erlitten Splitterverletzungen durch herumfliegende Teile.
In einzelnen Fällen kam es sogar zu Amputationen. Unter den Verletzten befinden sich auch Minderjährige. Laut Berichten gehören ein 16-Jähriger sowie zwei 17-Jährige zu den Betroffenen der Explosion.
Zum Zeitpunkt des Anschlags fand im Club ein Konzert der mexikanischen Band Amor Rebelde statt. Besucher schilderten anschließend die Situation während der Explosion.
Ein Augenzeuge erklärte gegenüber der Zeitung La República Noticias: „Ich genoss den Abend mit meinen Freunden, als wir plötzlich etwas herunterfallen sahen. Ich sah es, dann wurde alles verschwommen; meine Nase fing furchtbar an zu bluten.“
Auch eine weitere Besucherin berichtete von der Wucht der Detonation. Sie erlitt Glassplitter in den Beinen und schilderte den Moment der Explosion gegenüber Reportern. Ihrer Aussage zufolge habe sich das Geräusch „angehört habe, als ob die Musikanlage plötzlich ausgeschaltet worden wäre“.
Die Behörden erklärten bislang, dass das Motiv des Anschlags unklar sei. Auch habe bisher niemand die Tat für sich reklamiert. Die Region La Libertad, in der sich Trujillo befindet, wird bereits seit längerer Zeit von Gewaltkriminalität erschüttert.
In der Gegend kommt es wiederholt zu Fällen von räuberischer Erpressung sowie zu Aktivitäten im Zusammenhang mit illegalem Bergbau. Explosionen sind dort in den vergangenen Monaten mehrfach registriert worden.
Nach Angaben von Berichten kam es im August und September zu Explosionen in Wohnhäusern, bei denen mehr als 20 Menschen verletzt wurden. Auch erst vor rund einem Monat ereignete sich in Trujillo eine weitere Explosion.
Damals wurde eine Handbombe auf einen Veranstaltungsort geworfen. Die Detonation beschädigte mehr als 25 Häuser und Geschäfte. Bereits zuvor hatte eine Explosion in derselben Region etwa 25 Häuser beschädigt. Bei diesem Vorfall wurde jedoch niemand verletzt. Die Ermittlungen zu dem Anschlag im Dalí-Nachtclub dauern weiter an.
Quelle: Deutschlandfunk / Mixmag
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